Donnerstag, 25. Mai 2017

[Rezension] Sylvia Steele - Raven's Blood - Pechschwarze Schwingen

Verlag: Dark Diamonds

ebook: KLICK - 4,99 € - 355 Seiten
Reihe: Ja! Teil 1 von ?
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Genre: Young Adult Fantasy

Die Autorin:
Sylvia Rietschel, die unter dem Pseudonym Sylvia Steele schreibt, wurde 1991 in Dresden geboren. Heute lebt sie mit ihrem Freund und zwei vierbeinigen Kindern in der Nähe von Regensburg, wo sie ihr Lehramtsstudium absolviert. Schon früh begann ihre Leidenschaft für Bücher und so gründete sie im November 2014 ihren eigenen erfolgreichen Bücherblog, bei dem ihr vor allem der Kontakt zu Autoren wichtig ist. Zur Zeit arbeitet sie an mehreren Romanideen.






Inhalt:
Alexa  fällt es schwer, ein normales Leben zu führen, seit ihre Schwester und ihre Mutter bei einem Unfall ums Leben kamen. Ihren Vater kennt sie nicht, ihr Bruder ist seit dem Vorfall ebenso unerreichbar. Lediglich ihr Onkel, der zu ihr zieht, ist derjenige, der ihr etwas Halt gibt. Und ihre beste Freundin. Doch dann taucht Jake wieder in ihrem Leben auf, dem sie einst ihr Herz schenkte, und der sie verließ, als sie ihn am nötigsten brauchte. Sie will ihm nicht wieder vertrauen, doch ihr Herz scheint anderer Meinung zu sein. Doch noch während sie eine Entscheidung sucht, taucht immer öfter ein mysteriöser Rabe bei ihr auf. Intuitiv weiß sie, dass er ihr helfen will, doch als sie erkennt, wobei, kippt ihre ganze gewohnte Welt auf den Kopf. Die Ereignisse überschlagen sich und plötzlich ist nichts mehr, wie es war.

Meine Meinung:
Zunächst einmal muss ich ehrlich sagen, dass es mich etwas ärgerte, dass dies schon wieder der erste Teil von wer weiß wie vielen ist, und dass man das nicht offen zeigt. Erst auf der Seite der Autorin sieht man es, weil an einer Stelle steht: Band 1. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich zugegriffen hätte, denn so langsam habe ich das Gefühl, ich bin nur noch in Reihen gefangen. Das aber nur mal so vorweg.

Die Geschichte fängt relativ ruhig und gelassen an und zeigt ein Mädchen, das mit mehreren Verlusten zu kämpfen hat. Durch Tod und durch Verlassen. Bald schon kehren jedoch die zwei Menschen, die sie verlassen haben wieder auf und es geht darum, mit der Situation fertig zu werden. Es ist interessant, Alexa bei ihren inneren Kämpfen zu beobachten. Man wird nicht sofort mit dem Warum hinter dem Verschwinden belohnt, sondern begreift dies erst nach und nach in der Geschichte. Immer Stückchenweise erfährt man mehr von allem - und das fand ich sehr gut rübergebracht, denn es erhält die Spannung.

Worum es wirklich geht, erfährt man erst in der Mitte des Buches und mit dieser Enthüllung dreht sich für mich die ganze Geschichte irgendwie. Und auch diese Wendung - die ich so  nie erwartet hätte - gefiel mir sehr gut. Auch, was es mit dem Raben auf sich hat, erfährt man dann .. aber was, das müsst Ihr selbst erlesen :) ... allerdings frage ich mich bis jetzt, was es mit dem Titel auf sich hat .. denn ich habe keine Ahnung, was "das Blut des Raben" für eine Rolle spielen soll ... Ja es gibt einen Raben, er spielt eine Rolle, aber der Titel hat mir persönlich hier etwas ganz anderes suggeriert, als es letztendlich war. Das fand ich schon sehr irreführend. Davon abgesehen finde ich aber die Ideen, die die Autorin hat sehr erfrischend und abwechslungsreich.

Der Schreibstil der Autorin ist schön und leicht. Er führt den Leser schnell und fesselnd durch die Geschichte und lässt keine Langeweile aufkommen. Das gefiel mir sehr gut. Genau wie die unterschiedlichen Protagonisten, die sehr abwechslungsreich und interessant sind. Auch die Orte, die die Autorin schildert, lassen sich leicht und bildlich vorstellen.

Wie gesagt, merkt man dann am Ende aber leider, dass die  Geschichte hier nicht endet und so kann man nur hoffen, dass man nicht zu lang auf die Fortsetzung warten muss und auch erfährt, wieviele Fortsetzungen es geben wird :)

Fazit:
Eine wirklich schöne Geschichte mit frischen Ideen und interessanten Charakteren. Man merkt erst in der Mitte des Buches, wohin die Reise hier geht und das fand ich wirklich abwechslungsreich, auch wenn ich persönlich finde, dass der Titel einen schon in die Irre führen kann. Leider ist es wieder der Beginn einer Reihe, was man auf den ersten Blick nicht erkennt. Hoffentlich gibt es bald die Fortsetzung zu lesen, ich würde mich freuen.

Meine Wertung:





Mittwoch, 24. Mai 2017

[Rezension] Val Emmich - Die Unvergesslichen

Verlag: Droemer

Gebunden: KLICK - 19,99 € - 384 Seiten
ebook: KLICK - 14,99 €
Reihe: nein
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Gegenwartsliteratur

Der Autor:
Von der New York Post nicht grundlos als "Renaissancemensch" bezeichnet, ist der US-Amerikaner Val Emmich, Jahrgang 1979, wahrlich ein Mann mit vielen Talenten. Neben Auftritten in diversen Werbespots war er bereits als Schauspieler u.a. in den Fernsehserien The Big CUgly Betty und v.a. in 30 Rock neben Tina Fey und Alec Baldwin zu sehen. Zuletzt sorgte er in seiner Gastrolle in der von Martin Scorsese und Mick Jagger produzierten TV-Serie Vinyl für große Aufmerksamkeit. Darüber hinaus ist Emmich ein preisgekrönter Singersongwriter, der bereits zahlreiche Musikalben veröffentlicht hat und mehrmals durch die USA tourte. The Highs and Lows of Never Forgetting ist sein erster Roman, der auf seine persönlichen Erfahrungen auf der Bühne und vor der Kamera zurückgeht und auf einer ausgezeichneten Kurzgeschichte basiert. Emmich lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Jersey City, New Jersey.



Inhalt:
Die zehnhährige Joan ist einer von den wenigen Menschen, die ein überdurchschnittliches Gedächtnis haben. Sie erinnert sich bis in die kleinsten Details an Dinge. Damit ist sie ihren Mitmenschen eher unheimlich. Sie selbst merkt durch diese Begabung nur, wie vergesslich alle um sie herum sind. Und wie traurig sie das bisweilen macht. Doch dann trifft sie Sydney, einen Mann, der nicht vergessen möchte, der sich unbedingt an Gavin erinnern möchte, mit dem Joan ein paar Tage verbrachte. Joan dagegen möchte ein Lied schreiben, damit sich alle an sie für immer erinnern werden. Und so machen Sydney und sie einen deal .. Joan erzählt von Gavin und Sydney hilft ihr bei ihrem Song.

Meine Meinung:
Ich glaube, das ist wieder eins dieser Bücher, die mir einfach nicht liegen. Denn ich klappe es zu und frage mich, was wollte mir der Autor jetzt eigentlich vermitteln? Doch egal wie lange ich darüber nachdenke, ich finde es leider nicht heraus.

Für mich war dieses Buch einfach eine Momentaufnahme im Leben zweier Menschen, die sich vorher nie begegneten und wahrscheinlich auch nicht in der  Zukunft. Ihr  Leben berührt sich für ein paar Tage und gegenseitig versuchen sie sich zu helfen, ohne eigentlich zu wissen warum. Ich konnte hier nicht mal erkennen, ging es mehr um das Geben oder das Nehmen?

Wenn man sich den Klapptentext anschaut, vermittelt er einem etwas ganz anderes, als man dann letztendlich im Buch erfährt. Laut Klappentext erwartete ich ein kleines Mädchen, dass sich an zu viel erinnert .. trotzdem dachte ich immer an ein Kind .. mit seinen typischen Eigenschaften wie fröhlich sein, die Welt erleben. Doch im Buch erlebe ich eher ein Kind, das in seiner ganzen Art eher untypisch ist. Es ist nicht wirklich greifbar, nicht erklärbar, aber am ehesten erinnert es mich an eine Form von Autismus. Denn Joan ist zwar intelligent und wachsam, doch gleichzeitig lebt sie irgendwie in ihrer ganz eigenen Welt - die ich nur zum Teil verstehen konnte. Sie macht sich viele Gedanken um das Vergessen und um das Erinnern, was wohl ihrer Krankheit geschuldet ist.

Das Buch wird immer aus Sicht von Joan oder Sydney geschildert, es wechselt mit den Kapiteln, aber manchmal hatte ich wirklich Schwierigkeiten zu erfassen, wer gerade dran ist .. dann kam es vor, dass ich erst mehrere Absätze lesen musste, bis klar wer, in wessen "Kopf" ich gerade bin. So etwas stört mich im Lesefluss, wenn ich ehrlich bin.

Für mich waren es aber vor allem die tausend kleinen Randgeschichten, die so wenig Sinn ergaben. Sicherlich gehörte alles zur Geschichte, aber für mich war das ganze sprunghaft, chaotisch und wenig strukturiert. Und so kam ich am Ende an und fragte mich, was genau der Autor mir jetzt eigentlich mit dem Buch vermitteln wollte. Wollte er mir Joans Krankheit näher bringen? Oder wie ein Mensch mit dem Verlust eines anderen umgeht? Oder wie diese zwei Welten aufeinandertreffen, ohne dass ich wirklich erkennen konnte, ob und wie sie sich halfen? .. ich ziehe für mich das Fazit, ich verstehe es einfach nicht.

Was mir sehr gut gefiel, war das Cover, das sehr außergewöhnlich ist und die kleinen Zeichnungen, die man im Buch hat, die von Joan in ihrem Tagebuch angefertigt werden. Ich fand es eine schöne kleine Unterbrechung in einer manchmal etwas zähen Handlung.

Fazit:
Ein Buch, das mir nicht lag, dessen Sinn ich nicht greifen konnte. Für mich war es eher eine langatmige Begegnung zweier Menschen, deren Schicksal an sich schon interessant wäre, aber nicht in dieser Form. Mich konnte es leider nicht überzeugen und wird so wohl schnell in Vergessenheit geraten.

Meine Wertung:







Samstag, 20. Mai 2017

[Rezension] Miranda Dickinson - Acht Wochen und ein Leben lang

Verlag: mtb

Taschenbuch: KLICK - 9,99 € - 416 Seiten
ebook: KLICK - 9,99 €
Reihe: Nein
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Die Autorin:
Miranda Dickinson stammt aus einer musikalischen, sehr kreativen Familie. Sie schreibt Songs und singt in einer Band. Ihren ersten Roman lud Miranda Dickinson auf einer Selfpublishing-Plattform hoch, wo er von einer Verlagslektorin entdeckt wurde. Prompt landete er auf der Sunday Times-Bestsellerliste - wie inzwischen jeder weitere ihrer Romane.







Inhalt:
Noch während Nell denkt, ihr Leben wird um eine feste Beziehung reicher, löst sich eigentlich eher alles vor ihren Augen auf. Statt ihr die große Liebe zu gestehen, erzählt ihr der Mann ihres Herzens, dass sie leider ihren Job verloren hat. Dass er dabei mehr sagen will, nimmt Nell gar nicht wahr. Dank einer kleinen Abfindung ergreift sie die Chance und flüchtet für ein paar Wochen nach San Francisco zu ihrer Cousine. Dort angekommen erliegt sie recht schnell dem Zauber der Stadt und auch ihre Ideen für die Zukunft scheinen sich zu festigen. Doch so einfach, wie man es sich wünscht, ist es nie, denn die Vergangenheit holt Nell schneller ein, als ihr lieb ist.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist ganz klar eine Liebeserklärung an San Francisco. Wer dieses Buch gelesen hat und sich nicht direkt wünscht, sofort hin zu können, der ist ganz klar dem Zauber nicht erlegen. Und das war es wirklich .. ein Zauber einer Stadt, ohne diese zu beschönigen. Doch bei mir hat es klar den Wunsch verstärkt, auch diese Stadt irgendwann einmal kennenzulernen.

Die Geschichte von Nell ist wieder so ein bisschen wie im Märchen .. alles geht den Bach runter und dann auch wieder rauf. Aber genau diese Geschichten sind es, die man lesen möchte, wenn man dem grauen Alltag entfliehen möchte. Dabei hat es Nell sicherlich nicht einfach. Ihre Liebe entpuppt sich als Desaster, ihr Job ist weg und die Zukunftsperspektiven sind jetzt nicht die rosigsten. Umso schöner, dass sie sich nicht ihre Lebensfreude stehlen lässt, sondern die Chance ergreift, etwas Neues daraus zu entwickeln.

Ich gebe zu, ich hätte noch stundenlang in San Francisco und den Erzählungen der Autorin verweilen können. Wie gerne hätte ich selbst im Diner gesessen und die ganzen Köstlichkeiten probiert, die hier so aufgelistet werden ... und egal wie gut die Rezepte sind, das Nachkochen zu Hause schmeckt doch nie so wie vor Ort :) ... Leider gibts hier auch keine Rezeptanhänge, was ich mir bei dem ein oder anderen Rezept doch gewünscht hätte :)

Fazit:
Ein schöner Roman, der fast eine Hommage an San Francisco ist und im Leser auf jeden Fall den Wunsch einer Reise weckt. Gleichzeitig ein Buch, um dem grauen Alltag für ein paar unterhaltsame Stunden zu entfliehen. Sehr empfehlenswert!

Meine Wertung:





Donnerstag, 18. Mai 2017

[Rezension] Sabine Schulter - Melody of Eden 3 - Blutrache

Verlag: Dark Diamonds

ebook: KLICK - 4,99 € - 390 Seiten
Reihe: Ja - Teil 3 von 3
Altersempfehlung: Ab 16 Jahren
Genre: Young Adult Fantasy

Die Autorin:
Seit inzwischen 6 Jahren lebt Sabine Schulter in einer beschaulichen Kleinstadt im nördlichen Bayern, hat dort mit ihrem Mann zusammen eine hübsche Wohnung und arbeitet seit 2014 hauptberuflich als Autorin. Ihr erstes Buch "Die Erwachte - Die Geschichte von Sin und Miriam 1" kam im Oktober 2014 als Eigenpublikation heraus und inzwischen sind einige weitere Bücher dem ersten gefolgt - darunter auch Verlagsveröffentlichungen. Sabine Schulter liebt das Spiel mit den Emotionen und möchte ihre Leser tief in ihre Bücher ziehen, die oft von dem Zusammenspiel der Protagonisten untereinander geprägt sind. Viel Spannung gehört in ihre Geschichten genauso wie ein Happy End und unvorhergesehene Wendungen. Homepage: www.sabineschulter.de



 ACHTUNG SPOILER auf die vorherigen Teile!!


Inhalt:
Melody ist für immer für Eden verloren und das bringt ihn an den Rand des Wahnsinns. Er hat nur noch eins im Kopf, die Vernichtung von Rufus. Doch dieser denkt gar nicht daran, sich vernichten zu lassen, sondern zieht scheinbar ein Ass nach dem anderen aus dem Ärmel, so dass es der Nachtpolizei nicht mehr möglich ist, die Vorgänge zu vertuschen. Doch Hilfe kommt von sehr unerwarteter Stelle und veranlasst Eden, seinen Verstand - zumindest vorerst - wieder zu gebrauchen. Gemeinsam machen sie sich auf die Jagd nach dem Nest der Wilden.

Meine Meinung:
Wow, was ein Finale - einfach großartig kann ich nur sagen und ich bin wirklich traurig, dass die Reihe damit scheinbar zu Ende ist .. wobei .. Möglichkeiten der Fortsetzung wären auf jeden Fall gegeben und so hoffe ich mal darauf. Denn es ist ganz klar eine meiner Lieblingsreihen hier bei Dark Diamonds.

Ich kann jetzt nicht allzuviel aus dem Inhalt des dritten Teils verraten, weil ich niemandem die Spannung nehmen möchte. Ich weiß nur, dass ich absolut mit Eden mitgelitten habe, bei seinem Verlust um Melody und seine Gefühle waren wirklich greifbar. Ich liebe es, wenn Autoren Gefühle so stark vermitteln können, ohne dass es ins Kitschige abrutscht. Weil es sich anfühlt, als wäre es real und nicht einfach nur eine Geschichte, die sich jemand ausgedacht hat.

Überhaupt kann ich nur sagen, dass ich es bei solchen Geschichten immer und immer wieder absolut schade finde, dass sie nicht echt sind, dass es - zumindest die gute Truppe wie in diesem Buch - nicht gibt. Auf Rufus und seine Anhänger könnte ich dabei locker verzichten *lach*

Ich finde, in unsere Welt gehört eindeutig mehr Magie - und wenns das schon real nicht gibt, dann ist es doch großartig, dass es Menschen gibt, die mit ihren Geschichten einen Funken Hoffnung verteilen, dass - nunja, wer weiß es schon so genau ;) ...

Zum dritten Teil sei nun noch gesagt, dass ich ihn mega-spannend fand. Es war gar nicht möglich, das Buch aus der Hand zu legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wo denn nun das Nest von Rufus ist, ob und wie es gefunden wird, was dort geschieht, ob die Guten überleben und die Schlechten endlich vernichtet werden und ich muss sagen, alle offenen Fragen wurden beantwortet und sogar noch mehr. Es geschieht noch etwas in diesem Buch, was mir auch ausgesprochen gut gefiel und eine Wendung in die Geschichte bringt - und nein, das hat gar nichts mit Eden oder Melody zu tun, sondern eine ganz andere Sache.

Ich hoffe, dass man schon bald wieder etwas von der Autorin zu lesen bekommt, ich jedenfalls werde ohne zu zögern jeder Zeit wieder zugreifen!

Fazit:
Ein wirklich gelungener Abschluss der Reihe - auch wenn meine Hoffnung auf Fortsetzung bleibt - Stoff ist sicherlich noch genug da :). Ich fand es toll, wie alle Fäden zusammen laufen, die offenen Fragen geklärt werden und nebenbei noch das ein oder andere Unerwartete geschieht. Das machte den Band zu einem Buch, das man wieder nicht aus der Hand legen wollte. Super!

Meine Wertung:






Hier noch einmal alle drei Teile:


Montag, 15. Mai 2017

[Rezension] Cat Dylan - Call it magic 2 - Feentanz

Verlag: Dark Diamonds

ebook: KLICK - 3,99 € - 389 Seiten
Reihe: Ja - Band 2 von ?
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Genre: Young Adult Fantasy

Die Autorin:
Cat Dylan verliebte sich im zarten Alter von fünf Jahren in Peter Pan und weiß seitdem zwei Dinge sicher: Sie würde nie wieder des Nachts ihr Fenster schließen und die Magie, die sich in ihrem Herzen eingenistet hatte, ist genauso mächtig wie die Liebe, die darin wohnt.
Aus diesem Grund schreibt sie romantische Fantasy, für all jene, die genauso vernarrt in das Mystische sind, wie sie selbst.









Inhalt:
Megan ist zufrieden mit ihrem Leben. Ihr Job, ihre Papierfaltereien und vor allem das Feiern. Mehr braucht sie nicht zum Glücklichsein. Beziehungen hat sie abgeschworen, nachdem Kjell sie so mies verlassen hat. Einzig, dass ihre beste Freundin Eliza nun ausgerechnet ihre große Liebe in Morgan gefunden hat, der ein guter Freund von Ash ist, stört sie. Denn auch wenn sie mit Ash nur eine Affäre hatte, ärgert es sie maßlos, dass er sich einfach nicht mehr meldete. Doch dann trifft sie wieder auf ihn und Beiden wird klar, dass die Anziehung größer ist, als die Gefahr, die dahinter lauert und von der Megan noch so gar keine Ahnung hat. Doch bald schon überrollen sie die Ereignisse und erzwingen eine Entscheidung.

Meine Meinung:
Ich war ja von Teil eins der Reihe schon richtig begeistert .. der handelt ja nun auch von Vampiren. Der Titel von Teil 2 ließ schon vermuten, nun kommen Feen auf uns zu und ich war ehrlich gesagt etwas skeptisch, weil ich mit diesen flatterhaften Wesen bislang nicht ganz so viel anfangen konnte. Doch ich muss sagen, auch in diesem Teil spielen Vampire eine große Rolle - klar, Ash ist ja schließlich auch ein Vampir - und auch der Feenanteil hat mich wirklich begeistert. Auch wenn ich dazu jetzt mal nicht so viel sagen möchte, das solltet Ihr selbst erleben.

Ich fand es großartig, wieviel in diesem Band auch von Eliza und Morgan - den Hautfiguren des ersten Teils zu erleben ist. Es ist wirklich eine Fortsetzung mit integrierter eigener Geschichte und nicht einfach ein weiterer Teil, der sich um andere Figuren kümmert. Und auch wenn man Teil eins nicht zwingend kennen müsste, kann ich nur dazu raten. Denn diese Geschichte hat wirklich Suchtfaktor. Sie ist so vollkommen rund und schön. Ich liebe die Gespräche der Figuren, die mich immer wieder zum Lachen bringen. Egal wie schlimm Situationen sind, diese Vampire haben einen ganz eigenen Humor, der mir super gut gefällt .. und auch was so hinzukommt an Außenstehenden passt hervorragend da rein.

In diesem Teil lösen sich noch weitere Kleinigkeiten auf, die in Teil eins mehr oder weniger offen blieben, ohne aber alles zu verraten und so hofft man, dass Teil zwei gar nicht zu Ende geht und als er es unweigerlich tat, suchte ich sofort eine Info, ob und wie es weiter geht .. ich konnte leider nichts herausfinden und muss mich daher in Geduld üben. Weiter geht es sicherlich, nur wann ...

Fazit:
Ein wirklich überzeugender zweiter Teil, der ebenso mitreißend wie der erste ist. Der die Inhalte des ersten Teils fortführt und gleichzeitig neues mit sich bringt. Auch in diesem Teil überzeugten mich die Ideen und der tolle Humor  und ich hoffe, Teil drei lässt nicht allzulang auf sich warten!

Meine Wertung:



Hier noch einmal beide Teile:


Donnerstag, 11. Mai 2017

[Hörbuch-Rezension] Nicholas Sparks - Seit du bei mir bist

Verlag: Random House

Hörbuch-CD: KLICK - 19,99 € - 7 Std 50 Min
Hörbuch-Download: KLICK 
Buch: KLICK - 19,99 € - 576 Seiten
ebook: KLICK - 15,99 €

Der Autor:
In der Silvesternacht des Jahres 1965 kam Nicholas Sparks zur Welt. Nach einigen Umzügen wurde seine Familie schließlich 1974 in Kalifornien sesshaft. Sparks erinnert sich an eine glückliche Kindheit, obwohl um ihn herum durchaus auch Armut sichtbar war. Er war ein guter Schüler und begabter Sportler und machte 1988 ein ausgezeichnetes Examen in Betriebswirtschaft. 1989 heiratete er seine Cathy. Beruflich hat sich Sparks zunächst als Gründer einer Orthopädiefirma versucht, später u. a. als Immobilienmakler und Kellner, um schließlich auch einige Jahre Erfahrungen als Arzneimittelvertreter zu sammeln. 1997 konnte er sich dann endlich auf das konzentrieren, was ihn schon lange mehr bewegt hatte als seine Jobs: das Schreiben; der Erfolg von „Weit wie das Meer“ machte es möglich.


Inhalt:
Russels Leben scheint perfekt. Ein schönes Haus, eine wundervolle Frau und eine bezaubernde Tochter. doch während für ihn alles perfekt aussieht, bröckelt sein Leben nach und nach auseinander und er muss miterleben, wie schnell sich alles ändern kann. Ein riskanter Ausflug in die Selbständigkeit lässt seine Ehe scheinbar zerbrechen und auf einmal ist er alleinerziehender Vater einer fünfjährigen. Sicherlich könnte man sich damit arrangieren, doch seine Exfrau denkt gar nicht daran auf ihre Tochter zu verzichten.  Und während er noch versucht, die Scherben seines Lebens aufzusammeln, kommen mehr und mehr hinzu.

Meine Meinung:
Ich fand, dass es wieder ein eher untypisches Buch für Sparks war. Normalerweise passiert ja immer etwas sehr dramatisches, lebensbedrohliches, um das sich die ganze Geschichte dreht. Hier ist es eher so eine Art dahinplätschern eines Lebens - aber nicht im negativen Sinne, also auf keinen Fall langweilig. Sondern ziemlich unspektakulär geschehen hier nach und nach immer mehr kleine Dinge, die jedes für sich schon nicht gut sind, jedoch auch nicht riesig dramatisch. Doch wenn man am Ende so auf alles zurück blickt, so ist es am Ende doch sehr geballt und eine Menge, die ein Mensch da ertragen muss im Laufe von ungefähr einem Jahr.

Vielleicht liegt es natürlich auch an der Stimme von Alexander Wussow, der mal wieder das Hörbuch spricht und der mit seiner ruhigen, einfangenden Art natürlich immer etwas ausgeglichenes mit sich bringt. Und dabei ist er so überzeugend, dass man oftmals glaubt, Russel selbst würde da sprechen .. man denkt irgendwann gar nicht mehr darüber nach, dass es nicht er ist, der die Geschichte erzählt.

Obwohl es nur so kleine Dinge sind, die nach und nach geschehen, erfasst einen das Ganze dennoch mit ziemlicher Macht und ich hatte lange kein Hörbuch mehr, dass ich so schnell hintereinander gehört habe. Dass ich mir extra Aufgaben suchte, um weiterhören zu können.

Obwohl viel trauriges im Buch geschieht, war es ziemlich spät im Buch und es waren die Gedanken, die Russel hier von sich gibt, die mich tatsächlich zu Tränen rührten. Das waren wieder die typischen Emotionen, die nur Sparks erzeugen kann mit Worten, die so unerschütterlich aus ihm kommen, dass man am liebsten die Luft anhalten möchte. Er sagt immer so viel wahres und wichtiges in wenigen Worten, dass es einem schier die Luft abschnüren kann. .. Einen Ausschnitt möchte ich Euch geben - wenn auch nicht alle Worte, denn die sollt Ihr selbst lieber beim Lesen / hören erfahren:

"... und durch Euren Umgang miteinander habe ich endlich begriffen, dass Akzeptanz der Kern wahrer Liebe ist, nicht Wertung. Nur wenn man einander voll und ganz akzeptiert, selbst in den schwächsten Momenten, fühlt man sich nicht mehr rastlos."

Und ich glaube, genau das ist es ... was mir in Worte auszudrücken nie gelang .. ihm aber wieder scheinbar mühelos und das ist genau das, was die Bücher ausmacht. Man merkt, was für ein ausgefülltes Leben der Autor lebt und dass solche Worte von Herzen kommen.

Meine Wertung:
Ein eher ruhiges Buch, das am Ende doch durch alles, was geschah zusammen genommen erst bedeutungsvoll und schwer wird. Und das wieder einmal die Großartigkeit des Autors prsäentiert.

Meine Wertung:





Dienstag, 9. Mai 2017

[Rezension] Andrea Schneeberger - Tallulah und der goldene Kolibri

ebook: KLICK - 0,99 € - 274 Seiten
Reihe: nein
Altersempfehlung:
Genre: Paranormal / Fantasy

Die Autorin:
Andrea Schneeberger ist gebürtige Schweizerin und entdeckte mit neun Jahren nach einer Autorenlesung an ihrer Schule, dass Geschichten der Fantasie eines Menschen entspringen. Ihre Leidenschaft für das Schreiben war geweckt. Es entstanden zahlreiche Kurzgeschichten um Schmuggler, geheime Höhlen und Übersinnliches wie Geister und Vampire. 2002 erschien ihr erster Roman »Der Kuss der Nacht«, in dem die sechzehnjährige Grace den mysteriösen Aurèle kennenlernt und in eine Welt voller Dunkelheit und Wahnsinn abtaucht. Andrea Schneeberger lebt in Zürich, überfällt regelmäßig Buchhandlungen, schaut mit Leidenschaft Vampirfilme und arbeitet an ihrem nächsten Werk. www.andrea-schneeberger.ch





Inhalt:
Tallulah liebt es, nachts durch die Straßen und Parks zu streifen, ohne dass sie sagen könnte, warum. Auf einem dieser Streifzüge wird sie von Zacharias aus einer brenzligen Situtation gerettet und damit verändert sich alles. Denn er erzählt ihr von den Vampyyri und den Yövaeltaja und eröffnet ihr damit eine Welt, die ihr zunächst unglaublich vorkommt. Doch nach und nach klären sich die Dinge, obwohl es Tallulah manchmal lieber wäre, wenn sie nie etwas davon erfahren hätte. Denn plötzlich scheinen sich die Dinge zu überschlagen. Den Menschen werden die Hoffnungen gestohlen und gute Freunde verlieren ihr Leben. Und Tallulah wird klar, sie muss diesen Kampf aufnehmen - koste es, was es wolle.

Meine Meinung:
Zunächst einmal muss ich ganz klar sagen, dass dieses Buch genau die perfekte Mischung aus Realität und Paranormalem ist, die ich so liebe. Die ganz normale Welt, in der es plötzlich mehr gibt - übernatürliches. Was sich absolut verständlich und sinnig einfügt. Und als wäre das nicht genug, hat die Autorin hier auch wieder Wesen erschaffen, die nicht total abgedroschen und ausgelaugt sind, sondern neue Ideen und Spannung mit sich bringen. Wer zuerst denkt .. och schon wieder Vampire .. äh nein ... Vampyyri bitte und sie haben nur wenig mit den "normalen" Vampiren zu tun. Mal abgesehen davon, dass ich auch von den normalen Vampiren eigentlich nie genug kriegen könnte :)

Doch hier gibt es unendlich mehr als nur Vampyyri ... eigentlich kommt ständig noch etwas hinzu, man lernt mehr und mehr kennen aus dieser erdachten Welt. Und auch, was es mit dem Kolibri auf sich hat, fand ich wundervoll ... mehr sage ich dazu nicht, das müsst Ihr selbst erleben.

Die Protagonisten - allen voran Tallulah und Zacharias - haben mir sehr gut gefallen. Sie sind sehr jugendlich, sprunghaft, noch nicht in sich gefestigt an manchen Stellen und gleichzeitig merkt man im Laufe der Geschichte, wie sie reifen, wachsen, ihre Prioritäten festsetzen. Diese Wandlung gefiel mir ausgesprochen gut, weil sie sehr glaubhaft voran ging. Aber auch die Nebenrollen gefielen mir sehr gut, weil sie abwechslungsreich und teilweise sehr humorvoll waren. Ich gebe allerdings zu, für mich hätte das Buch locker 100 Seiten mehr und dafür noch mehr Augenmerk auf alles drumherum haben können.

Die Geschichte und ihren Spannungsbogen kann ich nur als mitreißend bezeichnen, denn es war mir kaum möglich, zu unterbrechen. Ich wollte einfach wissen, wie es weiter und weiter geht - und natürlich auch, wie es endet. Ich bin immer wieder begeistert, wenn mich Geschichten so gefangen nehmen!

Fazit:
Eine wundervolle Mischung aus Realität und Paranormalem, die mit abwechslungsreichen Wesen und Charakteren überzeugt und einen mit sich reißt.

Meine Wertung:






Sonntag, 7. Mai 2017

[Rezension] Michael E. Vieten - Der Unsichtbare Feind

Christine Bernards 3. Fall - Bücher einzeln lesbar!

Verlag: acabus

Taschenbuch: KLICK - 13,00 € - 284 Seiten
ebook: KLICK - 5,99 €
Reihe: Ja - Teil 3 - jedoch abgeschlossene Bücher
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Thriller

Der Autor:
Michael E. Vieten. Jahrgang 1962. Aufgewachsen in Düsseldorf und Ratingen. Den Großteil seines Lebens hat er im Norden Deutschlands verbracht. Heute lebt und arbeitet er im Hunsrück. Gelernter Hotelkaufmann. Später Wechsel in die IT-Branche. 2002 gründete er sein eigenes Unternehmen und verkauft es 2011, um mehr Zeit für die Dinge zu haben, die ihm wirklich wichtig sind. Michael E. Vieten schreibt seit seiner Jugend. Überwiegend Prosa und Lyrik, Romane und Erzählungen, am liebsten Balladen über die kleinen und großen Dramen im Leben von Menschen. Seine Bücher sind eine Mischung aus Lebenserfahrungen, Sehnsüchten, Hoffnungen und ein wenig Fantasie. Er freut sich immer sehr darüber, wenn er seinen Lesern etwas mitgeben konnte, für ihre eigene Reise durch die Zeit. Die Ruhe zum Schreiben findet er in einer kleinen Gemeinde am Fuße des Erbeskopfs. Von seinem Schreibtisch aus hat er einen freien Blick über die Höhen des Hochwalds und den Nationalpark, durch den er in Schreibpausen gerne wandert. Michael E. Vieten liebt klassische Musik, den Wald, das Meer, philosophische Fragen und kluge Antworten.


Inhalt:
Scheinbar harmlos beginnen die Dinge, die Christine Bernard geschehen. Doch bald schon ist sie sich sicher, dass es jemand auf ihr Leben abgesehen hat - und das direkt in doppelter Hinsicht. Doch wer steckt hinter den Anschlägen, die sowohl ihre Identität als auch ihr Leben bedrohen? Als es brenzlig wird, erhält sie sogar Personenschutz. Trotzdem gibt sie ihre Ermittlungen nicht auf. Doch dann wird Christine der Fall entzogen, die Akten geschlossen. Etwas geht hier nicht mit rechten Dingen zu und Christine will nicht aufgeben. Allein wird sie es nicht schaffen, doch wem kann sie noch trauen?

Meine Meinung:
Ich bin ja wirklich ein offener Mensch. Ich habe keine große Angst vor Identitätsklau oder Angriffen über das Internet. Für mich gehört diese Technik einfach zum Leben dazu. Doch Bücher wie dieses hier bringen einen wirklich zum Nachdenken, wie einfach es doch ist, das Leben zu manipulieren. Ich gebe zu, dass es mir hier und da tatsächlich eine Gänsehaut gebracht hat. Einfach - weil es möglich ist. Weil es keine reine Fiktion ist .. der Grund, warum ich sonst meist paranormales lese, das kann wenigstens nicht wahr werden ;)

Ich bin ja kein riesiger Thriller oder Krimi Fan, doch der Autor schafft es mühelos mich schon auf den ersten Seiten zu packen. Das liegt sicherlich nicht nur an der Story, sondern auch an der sympathischen Protagonistin Christine Bernard, die ich schon aus ihrem zweiten Fall kenne. Und ja, man kann dieses Buch locker lesen, ohne die zwei vorherigen zu kennen, da es überwiegend Christines Privatleben der Faden ist, der sich durch die Bücher zieht und nur eine kleine Nebenrolle spielt. Sicherlich gibts auch mal einen Hinweis auf vorherige Fälle, aber ohne diese zu verraten oder dass man sie kennen müsste, um dem Buch folgen zu können.

Es fiel mir wirklich schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen, weil ich neugierig war, was am Ende dahinter steckte, wie es ausging. Und vor allem, ob es gut ausgeht oder nicht. Und das alles schafft der Autor, ohne dass massenhaft Blut aus dem Buch herausquillt - das ist es, was mir so gut gefällt. Viel Spannung, viel Realität und trotzdem nicht ins unendlich brutale abschweifend. Manchmal ist weniger einfach mehr .. ich sage nur Aufzug :)

Fazit:
Ein weiterer spannender Fall der sympathischen Kommissarin, der einem Gänsehaut bereitet, wenn man sieht, wie bedrohend die Realität sein kann. Man muss die vorherigen Bände auch nicht kennen, um diesen lesen zu können. Wirklich empfehlenswert!

Meine Wertung:



Hier noch einmal alle drei Fälle in ihrer Reihenfolge:





Freitag, 5. Mai 2017

[Rezension] Garth Stein - Im Licht des Augenblicks

Verlag: Droemer

gebunden: KLICK - 19,99 € - 432 Seiten
ebook: KLICK - 17,99 €
Reihe: Nein
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Roman

Der Autor:
Garth Stein ist ein amerikanischer Bestseller-Autor, der seinen internationalen Durchbruch mit "Enzo" feierte. Neben seiner Arbeit als Schriftsteller ist er auch als Dokumentarfilmer tätig. Er lebt mit seiner Familie in Seattle.








Inhalt:
Trevor ist 14, als ihn sein Vater mit auf eine Reise in seine Vergangenheit nimmt. Zusammen fahren sie in das Familienanwesen, wo seine Tante und sein Großvater leben. Dort angekommen, muss sich Trevor erstmal zurecht finden, in diesem riesigen Haus und mit den verdrehten Erzählungen seines Großvaters. Doch nach und nach fügen sich die Bausteine zusammen. Denn die Wahrheit kommt immer ans Licht.

Meine Meinung:
Puh .. ok .. das war definitiv kein Buch für mich. Der Inhalt klang so ansprechend, so spannend, so mysteriös. Doch was mich erwartete war irgendwie total wirr. Große Strecken fragte ich mich eher, ob ich einem Philosophen zuhörte. Alles war so ausschweifend und für mich dabei inhaltslos. Dann wieder konnte ich nicht mehr erkennen, was ist Realität, was Fantasie der Protagonisten und wo sind die Grenzen von Beidem?

Ich fand die Geschichte über lange Strecken sehr zäh und mühseelig. Der Autor liebt Konversationen und so lauscht der Leser fast ununterbrochen den selbigen. Unterbrochen von Tagebucheinträgen, in denen ein längst verstorbener von seinem Leben erzählt, von seinen Verfehlungen und doch hier und da ein bisschen Licht ins Dunkle bringt.

Ich denke einfach, man muss ein Liebhaber eines solchen Schreibstils sein. Meinen Geschmack hat es leider verfehlt. Doch trotzdem habe ich bis zum Ende durchgehalten, einfach, weil ich wissen wollte, ob sich das Ganze noch entknotet, ob man erfährt, was nun Fantasie und was Realität war. Und ja, teilweise gab es tatsächlich Erklärungen und ich war froh, diese gelesen zu haben - aber teilweise blieb es für mich genau so wirr.

Fazit:
Ich glaube, ich bin hier tatsächlich auf die Grenzen meines Geschmacks gestoßen, was den Schreibstil eines Autors anbelangt. Insofern ist meine Bewertung auch wirklich reine Geschmackssache .. meins war das Buch einfach nicht. Ich würde hier 2,5 Sterne vergeben, weil die Geschichte an sich ganz interessant war und ich zumindest bis zum Ende durchgehalten habe, was sich nur halb für mich lohnte.

Meine Wertung:



Montag, 1. Mai 2017

[Rezension] Emily Bold - Wenn Liebe nach Pralinen schmeckt

Taschenbuch: KLICK - 9,99 € - 298 Seiten
ebook: KLICK - 4,99 €
Hörbuch-Download: KLICK - 7,40€
Reihe: nein
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Die Autorin:
Emily Bold wurde 1980 in Mittelfranken geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern lebt. Sie schreibt Romane für Erwachsene und Jugendliche und blickt mittlerweile auf dreiundzwanzig deutschsprachige sowie acht englischsprachige Bücher und Novellen zurück, die den Lesern viele romantische Stunden, und Emily Bold eine begeisterte Leserschaft beschert haben. Roman Nr. 24 ist bereits in Arbeit. Mit “Wenn Liebe nach Pralinen schmeckt” veröffentlichte Emily nach "Ein Kuss in den Highlands", "Klang der Gezeiten" und "Lichtblaue Sommernächte" bereits ihren vierten zeitgenössischen Liebesroman. "Auf der Suche nach Mr. Grey" war unter den zehn beliebtesten Romanen 2015 in Amazons Kindle-Shop, die Fortsetzung des No. 1 Bestsellers - "Ein Tanz mit Mr. Grey" - wurde von der LovelyBooks.de Community auf den zweiten Platz der beliebtesten Romane 2015 in der Kategorie "Humor" gewählt.



Inhalt:
Amys Welt sind die Pralinen - genauer gesagt die Pralinenfabrik ihres Großvaters. Doch fällt es ihr immer schwerer, sich gegen die großen Konzerne durchzusetzen, die nach und nach ihre Anteile an der Firma erwerben. Als ihr dann noch Ryan als Wirtschaftsprüfer auf den Hals gehetzt wird, ist sie nahe dran aufzugeben. Doch der unsympathische Kerl weckt den Widerstand in ihr und sie setzt alles dran, doch noch etwas zu retten. Rat sucht sie sich bei Kendra, die ihren Großvater als gute Freundin sein Leben lang begleitet hat und muss erfahren, was es heißt, im Leben die falschen Wege zu wählen.

Meine Meinung:
Eine wirklich schöne Geschichte, die einem vergnügliche Lesestunden schenkt. Amy ist eine sehr sympathische Protagonistin, der die Erhaltung des Lebenswerkes ihres Großvaters sehr am Herzen liegt. Es war schön, ihren Kampf zu begleiten und zu erleben, wie sie sich mit Ryan rumschlagen muss. Dem Leser ist dieser Ryan sicherlich wesentlich schneller sympathisch als Amy, da er hinter die Kulissen gucken kann, was Ryan bewegt und ausmacht. Es ist schön zu sehen, wie die zwei immer wieder aneinander geraten und dennoch die Anziehung nicht zu übersehen ist .. auch etwas, was der Leser wohl viel schneller merkt.

Doch das Buch beinhaltet eigentlich zwei Geschichten. Neben der von Amy und Ryan gibt es auch noch die Geschichte von Kendra und von Amys Großvater, die ihr Leben lang miteinander befreundet waren. Während man Amys Gegenwart erlebt, erfährt man in Rückblicken auch nach und nach sehr viel über das Leben und den Werdegang ihres Großvaters und wie es zu seiner Schokoladenfabrik kam und warum sie so wichtig war für ihn.

Ich mag diese Verschmelzung von zwei Geschichten miteinander manchmal gern, vor allem wenn es irgendwie um das gleiche Thema geht und dennoch um etwas so verschiedenes. Diese Mischung brachte viel Abwechslung und Unterhaltung in die Geschichte. Allerdings muss ich dazu sagen, dass mir Amys Geschichte mehr am Herzen lag und mir hier und da die Vergangenheit fast zuviel wurde. Ich sage hier fast, weil immer wenn ich dachte, jetzt reichts, wechselte es wieder ... und so blieb es wohl ein persönliches Empfinden. Ich bräuchte diese Thematik jetzt allerdings auch nicht ständig, ich vertiefe mich lieber in eine als in zwei Geschichten.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Roman, der eigentlich zwei Geschichten und Zeitebenen miteinander verbindet. Durch die häufigen Wechsel brachte er Unterhaltung und Abwechslung herein, auch wenn mir die Gegenwart persönlich besser gefiel, als die Vergangenheit. Doch passen beide Geschichten perfekt zueinander, so dass es sich toll ergänzt.

Meine Wertung: