Dienstag, 29. April 2014

[Rezension] Sally Green - Half Bad 1

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Band 1 - Das Dunkle in mir

cbj
gebundene Ausgabe (31.3.14): KLICK - 17,99 € - 432 Seiten
ebook: KLICK - 13,99 €
Altersempfehlung: ab 14 - hmm finde 16 besser!
Genre: Fantasy / Hexen

Die Autorin: 
Sally Green lebt in Nordengland, hat einen akademischen Abschluss, einen Beruf und bereits in mehreren Jobs (bezahlten und unbezahlten) gearbeitet. Nun hat sie endlich die Zeit gefunden, die Geschichten aufzuschreiben, die sie sich schon immer ausgedacht hat. Sally Green liest gern, mag Wanderungen in der Natur und möchte weniger Kaffee trinken. Half Bad – Das Dunkle in mir ist ihr Debütroman.







Inhalt:
Nathan ist ein sogenannter Halbcode. So werden in der Hexenwelt die Kinder genannt, die aus einer Verbindung weißer und schwarzer Hexen hervorgehen. Während Anfangs sein Status innerhalb der Familie noch recht behütet ist, wird es mit zunehmendem Alter immer schwerer. Immer mehr Auflagen bestimmen sein Leben, obwohl er selbst doch nie etwas getan hat. Wie auch, denn seine Kräfte erhält er ja erst später. Doch Nathan hat einen noch viel größeren Makel. Ausgerechnet der schlimmste der Schwarzen, Marcus, soll sein Vater sein. Und der Rat der weißen Hexen versucht alles, um über Nathan an ihn heranzukommen. Doch Nathan selbst kenne Marcus nicht einmal. Doch er ist besessen davon, ihn zu treffen, bis er etwas erfährt, was ihn auch vor Marcus flüchten lässt. Bald steht er am Scheitelpunkt seiner Zweiseitigkeit - für welche Seite wird er sich entscheiden?


Meine Meinung:
Als ich die Coverbeschreibung las, war ich sehr angetan. Es klang nach einem spannenden Buch, das von Hexen handelt und davon, ob man nun schlecht geboren wird oder ob es in der eigenen Verantwortung liegt.

Und so begann ich auch ziemlich schnell nach Erhalt mit dem Lesen. Aber schon hier fing es an, mir überhaupt nicht zu gefallen. Der Schreibstil ist sehr ungewöhnlich. Wechselt, zwischen der Ich-Perspektive von Nathan und der Perspektive, wo er über sich selbst in einer Art dritter Person spricht. Mich hat das sehr irritiert, weil ich den Sinn dahinter überhaupt nicht verstanden habe.

Die Idee hinter dem Buch - weiße und schwarze Hexen, gut und böse, Nathan als Schnittstelle fand ich an sich sehr gut. Doch die Geschichte selbst war in meinen Augen nicht wirklich toll umgesetzt. Ich hatte das Gefühl, hier ging  es mehr darum das Böse zu puschen, auszuweiten und unbedingt Gewalt einfließen zu lassen. Die vielen Quälereien, sei es körperlicher oder geistiger Natur fingen ziemlich schnell an mich zu langweilen. Wollte uns die Autorin nun vermitteln, jemand wird so lang gequält, bis er selbst böse ist, oder obwohl er so lang gequält ist, ist er nicht durch Geburt böse und kann sich dagegen wehren? Da es hier ein Mehrteiler wird, wird man es wohl irgendwann erst erfahren. Der Sinn jedoch verschloss sich mir etwas.

Und so konnte ich das Buch auch nicht wirklich gefesselt lesen, war nicht mit Spannung dabei. Aber ich gab nicht auf, hoffte, doch noch etwas zu finden, was mich mitreißt, was meine Meinung verändert. Leider konnte ich für mich nichts entdecken.

Fazit:
Angesprochen durch den tollen Covertext hatte ich recht hohe Erwartungen an das Buch. Spannung, ein mitreißender Kampf zwischen Gut und Böse stellte ich mir vor. Leider enttäuschte mich das Buch sehr durch den eigenwilligen Schreibstil und der in meinen Augen grundlos hochgepuschten Gewalt, so dass ich keine Empfehlung aussprechen mag.

Meine Wertung: 2,5 gerundet auf 3





Kommentare:

  1. Hm, zumindest ein nettes Cover. Mal schauen welche anderen Meinungen es noch zu diesem Buch gibt.

    Danke für Deine Einschätzung...LG..Karin..

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  2. Wow, ich fand das Buch wirklich genial. Eben WEGEN dem ungewöhnlichem, abgehacktem Schreibstil. Es ist sicherlich kein Buch zum Träumen und manchmal musste ich abbrechen, weil mir das psychisch sehr an den Leib ging. Aber die Message ist so klar und doch unter der Oberfläche. Es wurde so gekonnt Kritik an so vielen Missständen in diese Geschichte gepackt, dass sie mir unter Haut und Haare ging. ABER: Jedem das seine, wie das ja oft so ist. Das ist einfach ein Buch, wo man definitiv seine eigenen Erfahrungen machen sollte!

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  3. Sehr interessant. Nach deiner Inhaltsbeschreibung dachte ich sofort, das könnte was für mich sein, aber nach dem ich deine Meinung dazu gelesen habe, wird es wohl nicht auf meine WuLi wandern.

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