Donnerstag, 20. März 2014

[Rezension] Anna Schneider - Bald wird es Nacht, Prinzessin

planet girl

Taschenbuch (19.3.14): KLICK - 9,99 € - 224 Seiten
ebook: KLICK - 8,99 €
Altersempfehlung: 13-16 Jahre
Genre: Jugendthriller

Die Autorin:
Anna Schneider, 1966 in Bergneustadt geboren, ist seit Kindertagen ein Bücherfan. Schon als Jugendliche schrieb sie Gedichte, die in Anthologien veröffentlicht wurden. Nach Studium und Promotion in Trier sowie verschiedenen beruflichen Stationen als Personalberaterin, Dozentin und Coach entschloss sie sich 2008, wieder zu schreiben. Gleich mit ihrer ersten Krimi-Kurzgeschichte gewann sie einen Literaturwettbewerb. Das nahm sie als Zeichen und sattelte beruflich um. Heute verbringt sie ihre Zeit am liebsten in ihrem Schreibzimmer unter dem Dach, um sich bei einer Tasse Kaffee und Schokolade spannende Geschichten auszudenken. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.




Liebe Anna, ich habe mich so gefreut, dieses Überraschungsbuch zu erhalten. Es war einfach großartig, genau wie Du großartig bist. Ich freue mich aufs nächste Treffen .. auch wenn ich Dich dann wohl etwas ausschimpfen muss, denn ich singe jetzt ständig "Cowboy und Indianer" *argh*


Inhalt:
Eigentlich ist Daniel zum arbeiten auf diese Party gekommen, doch dann muss er einem bewusstlosen Mädchen helfen - Nova. Keiner weiß, was passiert ist, niemand will etwas gesehen haben. Doch Daniel will sich damit nicht zufrieden geben. Nova liegt im Koma, ausgerechnet in dem Krankenhaus, in dem Daniel arbeitet. Und so sieht er oft nach ihr und lernt dort ihre Freundin Jessi kennen. Gemeinsam versuchen sie Licht in das Dunkel zu bringen und geraten dabei in Gefahren, die sie nicht erwartet haben.

Meine Meinung:
Wow, das war wirklich spannend. So spannend, dass ich das Buch in einem Rutsch lesen musste und es nicht zur Seite legen konnte. Von Anfang bis Ende war es so gestaltet, dass man nie wirklich wusste, was ist geschehen, was genau ist passiert. Und das Szenario, das man sich ausmalte, wurde größer und größer. Ich glaube, ich habe schon lange nicht mehr so viel spekuliert bei einem Buch. Was geschehen war, wer damit im Zusammenhang steht, wer was mit wem zu tun hat. Das hat wirklich Spaß gemacht. Und natürlich gibts am Ende eine Auflösung aller Fragen, die mich beschäftigten... aber wirklich sehr spät und damit genau richtig.

Besonders gut hat mir die Entstehung der Freundschaft zwischen Jessi und Daniel gefallen. Dieses vorsichtige, eigentlich nur helfen wollende, das sich nach und nach intensivierte. So zart, so unschuldig. Das ist es, was ich an Jugendbüchern so mag. Sie gehen nicht zu tief, lassen viel Platz für Träume und Hoffnungen, präsentieren uns nicht alles komplett auf dem Silbertablett. Man erinnert sich so gern zurück, an ähnliche Situationen, an diese überschäumenden und dennoch so unschuldigen Gefühle. Allerdings spielen sie hier wirklich eine Nebenrolle, doch gerade das macht die Geschichte trotz der schlimmen Geschichte auch ein bisschen liebenswert.

Auch, wenn man die Freundschaft betrachtet, die zwischen Nova und Jessi besteht. Wie sehr Jessi von Nova überzeugt ist, wie sehr sie zu ihr hält. Bedenkenlos, absolut vertrauend. Das gefiel mir wirklich gut. Auch Daniel, der sich so mühelos einzufügen scheint. Der Jessi die Kraft und Ruhe gibt, die sie braucht und der Nova etwas schenkt, was sie sonst entbehren muss. Freundlichkeit und Wärme.

Novas Eltern hätte ich ganz locker aus dem Fenster werfen können. So etwas dummes habe ich selten erlebt und ich frage mich, ob es das so wirklich gibt. Unvorstellbar eigentlich .. aber gut ... es gibt vieles, was für mich unvorstellbar ist und es dennoch gibt.

Gut gefielen mir auch immer wieder die Rückblicke in Novas bisherigem Leben, in ihr Video-Tagebuch, das hier im Buch natürlich nur geschildert wird. Es gibt sehr viele Aufschlüsse darauf, wie Nova war, was sie bewegt hat, wie sie mit allem umgeht.

All diese Kleinigkeiten, die so riesengroß waren, lassen die Geschichte zu einer wirklich großartigen werden. So real, so fassbar, dass man sich fragt, ob es nicht doch Wirklichkeit war.

Fazit:
Ein unglaublich spannendes  Jugendbuch mit viel Härte und auch gleichzeitig so wundervoller Wärme. Man kann es einfach nicht aus der Hand legen, weil man wissen möchte, was war, was passierte, wie es weitergeht und wie es endet. Absolut empfehlenswert - nicht nur für Jugendliche!

Meine Wertung:



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen