Donnerstag, 16. Januar 2014

[Rezension] J.R.R. Tolkien - Der Hobbit - oder Hin und zurück

ebook (epub) - 9,99 Euro - 384 Seiten
Erschienen: 2010
Genre: Fantasy


Zum Autoren:
J.R.R. Tolkien wurde am 3. Januar 1892 in Bloemfontein (heutiges Südafrika) geboren und verstarb am 2. September 1973 in Bournemouth (England). Die Schriftstellerei und die englische Sprache waren die großen Passionen Tolkiens. So hatte er sogar eine Professur für die englische Sprache in Oxford inne. Den Hobbit schrieb er 1937 zum privaten Einsatz. 1954/55 erschien seine "Herr der Ringe"-Trilogie, die das bekannteste Werk Tolkiens ist. Bis heute gilt es zudem als Begründer der modernen Fantasy-Literatur.







Dies ist eine Gast-Rezension. Da ich selbst kein Fan von Tolkien bin, dachte ich, ich hole mir mal eine Gast-Rezension, damit ich Euch auch in diesem Bereich mal eine - wie ich finde - wirklich schöne Rezension geben kann. Somit sind auch die Verlinkungen heute so, wie mein Gast-Rezensent sie mir gab. Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir einen Kommentar hinterlasst, ob Euch so was gefällt (Gast-Rezensionen). Aber keine Sorge, sie bleiben Ausnahmen.




Inhalt:
Bilbo Beutlin verbrachte ein spießbürgerliches Leben in seinem "Loch im Boden" im Auenland. Der Hobbit war vollauf zufrieden mit seiner kleinen Welt. Die Geschehnisse des restlichen Mittelerdes interessierten ihn nicht. Man wolle "hier keine Abenteuer" leitete er deshalb auch das Gespräch mit dem Zauberer Gandalf ein, dass nicht nur sein Leben, sondern auch das Schicksal der ganzen Welt für immer verändern sollte. Denn schließlich gelang es dem hochgewachsenen grauen Magier doch, Bilbo zur Teilnahme an einer einzigartigen Expedition überzeugen. Als "Meisterdieb" sollte er einen Drachen überlisten und einen Edelstein stehlen. Was der Hobbit nicht ahnte: Unterwegs sollte er in den Besitz eines Schmuckstücks gelangen, das noch weit gefährlicher als das Duell mit einem Drachen ist.

Meine Meinung:
Durch Peter Jacksons Aufarbeitung des Hobbits als Filmtrilogie ist das Werk in aller Munde. Viele Menschen - darunter ich selbst - die Film und Buch kennen, bemängeln, dass man letzteres auf der Kinoleinwand kaum mehr wiedererkennen könne. Das Buch ist nämlich weitaus spannender - zumindest, wenn man die richtige Version liest.

Ursprünglich hatte Tolkien die Geschichte von Bilbo und dem Drachenschatz für seine Kinder geschrieben. Nichts anderes war es deshalb anfänglich auch: Ein Kinderbuch. Als sich der weltweite Erfolg der Mittelerde-Saga einstellte, wurde "der Hobbit" vielfach überarbeitet, um den Eindruck des reinen Kinderbuchs beiseite zu schieben. Die letzte autorisierte Version, die von Wolfgang Krege ins Deutsche übersetzt wurde, 2010 erschien und auch als e-Book zu lesen ist, hat deshalb nichts mehr mit einem Kinderbuch gemein. Es zeichnet sich durch eine enge, fokussierte und spannende Erzähltechnik aus. Den deutschsprachigen Lesern kommt hier zu Gute, dass Krege auch den "Herrn der Ringe" übersetzt hat, den die meisten Menschen wohl auch als erstes gelesen haben.

Den Hobbit zeichnet eine Sprache aus, die den Leser an die Hand nimmt. Ein Beispiel: "Mit Zauberei haben sie [die Hobbits] wenig oder nichts zu tun, abgesehen von dem bisschen Alltagsmagie, das ihnen erlaubt, schnell und geräuschlos zu verschwinden, wenn große, täppische Leute wie du und ich dahergestapft kommen." Der Leser erhält im Erzähler einen Reiseführer für Mittelerde, der sich die Zeit nimmt, alles genau zu erklären. Spannungsbögen werden so gekonnt aufgebaut, da der Leser stets das Gefühl bekommt, direkt neben Bilbo zu stehen. Die Erfahrungen, die er er macht und die Fragen, die sich der Hobbit stellt, werden direkt auch an den Leser weitergereicht. Das "Kopfkino" springt so wirksam an.

Fazit:
Der Hobbit ist Pflichtlektüre für alle Fantasy- und Tolkienfans. Wer den "Herrn der Ringe" ganz verstehen möchte, muss den "Hobbit" lesen. Hin und wieder stellt sich zwar nach wie vor der Eindruck, dass hier noch sehr viel Kinderbuch zu lesen ist, aber dies stört das Lesevergnügen nicht.

Die Wertung:




Kommentare:

  1. Hallo und guten Tag,

    dass Du Fabella, hier auch anderen eine Chance gibst, gefällt mir sehr gut.

    Die habe mir persönlich mit Familie beide Filme im Kino angeschaut und muss sagen.O.K. es zieht sich etwas in die Länge, aber die Filme hatten Spannung und Unterhaltungswert alle Mal.

    O.K. ich bin jetzt auch kein Hobbit-Kenner, aber uns hat es so gepasst.Vielleicht sehen das wahre Fans sicherlich anderster. ...aber das geht einem wahrscheinlich bei vielen anderen verfilmten Romanen genauso...

    LG..Karin...

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  2. Hey,
    mir gefallen Gast-Rezensionen auch prinzipiell. Und wenn sie dann auch noch die verschiedenen Buchthemen ein bisschen erweitern, spricht doch nichts dagegen, oder?

    Mich würde jedoch schon interessieren, wer dieser Gastrezensent ist, falls man ihm oder ihr noch mal sonst im Internet "wiederbegegnet".

    LG Seitenfetzer

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