Donnerstag, 3. Oktober 2013

[Rezension] Michael E.Vieten - Aus der Zwischenwelt

10 Erzählungen
Taschenbuch (22.2.13): KLICK - 9,99 € - 258 Seiten
ebook: KLICK - 4,99 €
Altersempfehlung: ? - Ab 16 Jahren
Genre: Kurzgeschichten, Paranormal

Der Autor:

Michael Vieten. Freier Autor. Geboren 1962.
Ob SIE oder DU als Anrede ist mir nicht wichtig. Allerdings lege ich Wert auf einen höflichen und respektvollen Umgang miteinander. .... mehr gibt es zu entdecken auf seiner Webseite: http://www.mvieten.de/







Ich bedanke mich herzlich bei dem Autor, der mich ansprach. Ohne ihn hätte ich diese tollen Geschichten wohl nie gelesen.


Inhalt:
10 Kurzgeschichten, die uns unheimliche Begegnungen erzählen. Doch es sind mehr als 10 Kurzgeschichten, es gibt auch eine Geschichte um diese Geschichten herum. 10 x erleben wir Geister, die keine Ruhe finden und denen der Verlauf der Geschichte dann die Ruhe bringt, die sie benötigen. 10 Geschichten, die einen berühren. Die einen mehr, die anderen weniger. Doch alle haben sie eins gemeinsam .. man zweifelt überhaupt nicht an, dass sie genau so geschehen sind.

Meine Meinung:
Ein wirklich absolut empfehlenswertes Buch. Ich bin - bekanntermaßen - kein großer Freund von Kurzgeschichten. Doch der Autor Michael E. Vieten hat hier eine Sammlung geschaffen, die wirklich toll zu lesen ist. Denn es sind nicht einfach 10 Geschichten, die hintereinander weg erzählt werden. Sondern es gibt einen roten Faden, der uns durch das gesamte Buch führt.

Josef erzählt, wie er all die Menschen traf, die die Geschichten erlebten, die hier in diesem Buch erzählt werden. Josef, der seit dem Tod seiner Frau allein ist - und doch auch nicht. Denn fast jeden Abend sitzt Theresa wieder da, ihr Strickzeug in der Hand und lauscht Josef, wie er ihr die Geschichten erzählt, die er im Laufe seines noch verbleibenden Lebens ohne sie sammelt. Es ist, als würde er die Menschen magisch anziehen, die solch ungewöhnliche Geschichten zu erzählen haben. Und während er sie Theresa erzählt, erleben wir Leser diese Geschichten.

Es sind keine reißerischen Geschichten, keine bluttriefenden, mörderischen, auf biegen und brechen gruseligen Geschichten. Vielmehr sind es leise Töne, die hier die Musik spielen. Die einem dann und wann - ganz zart - eine Gänsehaut bringen. Die, während man nicht aufhören mag, der Geschichte zu folgen, die Härchen auf den Armen aufstellen lässt. Doch es sind auch Geschichten, die einen am Ende zumeist ein Lächeln bringen, weil man weiß, eine verlorene Seele hat wieder ihre Ruhe gefunden, ihren Frieden. Und auch ist man manches Mal versucht, gerade das zu bedauern, weil manche dieser Seelen doch zu liebenswürdig waren.

Doch nicht nur Geister sind hier zu finden, sondern ab und zu auch etwas anderes. Hexen, Kräuterfrauen, lockern das Buch auf und bringen einem wieder eine etwas andere Geschichte mit sich. Und auch diese können den Leser wirklich in den Bann ziehen und immer wieder muss man darüber nachdenken, dass hier wirklich nur Geschichten erzählt werden, dass nichts wirklich geschah ... oder vielleicht doch? Nun, das werden wir wohl nicht erfahren...

Der Schreibstil des Autors ist, wie ich finde, etwas ungewöhnlich. Zu Beginn einer Geschichte, also dort, wo noch Josef erzählt, wie er die Leute trifft, die ihm Geschichten erzählen, ist sehr klar, außergewöhnlich beschreibend, wir wissen genau, wie die Umgebung aussieht, wo jeder Stuhl steht - ohne dass es störend wäre. Und dann in der Geschichte ist es, als tauche man sanft in die Geschichte ein, erlebt sie mit .. ich fand das immer wieder faszinierend, das ganze Buch durch. Das muss man selbst erleben, um zu verstehen, was ich meine.

Fazit:
Egal ob man Kurzgeschichten mag oder nicht, dieses Buch ist in seiner ganzen Art einfach lesenswert und ich kann es nur wärmstens empfehlen, wenn man kurzweilige Unterhaltung der etwas unheimlichen und gleichzeitig irgendwie auch liebenswerten Art mag.

Meine Wertung:


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