Dienstag, 1. Oktober 2013

[Rezension] Elke Becker - Yoga ist auch keine Lösung

ebook - KLICK - 2,99 € - 245 Seiten
Erschienen: 1.10.13
Altersempfehlung: ? - ab 14 Jahren
Genre: Chick-Lit

Empfehlung: Auch wenn das Buch keine Fortsetzung ist - ich würde zuerst "Ticket ins Glück" lesen, da es hier ein Wiedersehen am Rande gibt und die Vorgeschichte dann mehr Sinn macht :)


Die Autorin:

Geboren wurde die Autorin im schwäbischen Ulm. Nach mehrjährigen Aufenthalten in Südamerika und der Karibik zog es die Autorin wieder nach Europa. Auf Mallorca lebt sie seit 7 Jahren. Unter dem Namen J. J. Bidell veröffentlicht sie Fantasy-Romane. Wie sie dazu kam eine Fantasy-Reihe zu schreiben? Eigentlich durch ihre Nichten; und ihre schwarze Katze.
Autorenseite: www.elke-becker.com
FB-Fanpage: www.facebook.com/AutorinElkeBecker - www.facebook.com/JJBidell



Vielen lieben Dank Elke, dass ich auch bei diesem Buch wieder die Ehre hatte, Testleser zu sein .. es hat riesigen Spaß gemacht! .. und ich glaube, ich muss unbedingt mal Yoga testen :-)

Inhalt:
Man sagt, immer wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Genau so ergeht es Lena, als sie verzweifelt nach einer Fluchtmöglichkeit vor ihrem Exfreund sucht. Sie lässt sich auf das Abenteuer ein und folgt Maureen nach Mallorca, um dort in Ruhe über alles nachzudenken. Doch dazu kommt sie kaum, denn ob es die täglichen Yoga-Stunden mit Maureen oder ihr Job im Restaurant ist, irgendwie ist immer etwas los. Und dann sind da ja auch noch der Kellner Theo und Marcel, der versnobte Filmstar, die Lena sich beide vom Leib halten muss. Und als sie endlich merkt, dass ihr Herz gar nicht so gebrochen ist wie sie dachte, da gerät es schon in die nächste Gefahr. Und sie muss feststellen: Yoga ist auch keine Lösung.

Meine Meinung:
Ach schön .. irgendwie komme ich gerade zurück von einer kleinen tollen Reise. Denn der Roman spielt überwiegend auf Mallorca und man merkt, dass die Autorin selbst seit 7  Jahren so lebt. So viele Schilderungen der Umgebung, der Sonnenauf- und untergänge sind so wundervoll beschrieben, dass man sie selbst vor Augen hat und das Fernweh angeklickt wird. Wie gerne würde auch ich einmal so einen scheinbar legendären Sonnenaufgang betrachten, oder die Kathedrale, wie sie im weichen Abendlicht beleuchtet ist. Wer also Sehnsucht nach ein bisschen Urlaub hat, der kann ihn sich hier zumindest für ein paar schöne Stunden ausborgen.

Die Charaktere in diesem Buch tragen ihr übriges dazu bei. Lena ist mir sofort sympathisch. Sie verfällt nicht in endlose Gejammer und Getrauer, sondern packt die Situation und macht das Beste daraus. Und findet für sich selbst dabei ganz  neue Wege, die wirklich schön und spannend zu begleiten waren. Hier und da allerdings hätte ich sie gern auch mal gepackt und geschüttelt, als sie mir zu naiv und engstirnig vorkam. Aber gerade das machte sie irgendwie auch realer, menschlicher. Maureen hat mich auch sehr angesprochen, auch wenn sie eher eine Nebenrolle einnimmt. Dennoch habe ich Lena ab und an um ihre Zeit mit Maureen - besonders morgens - beneidet. Ron - Lenas Ex ist dann dafür in diesem Buch die Figur, die ich so gar nicht mochte. Er war mir irgendwie zu rücksichtslos und dabei zu anspruchsvoll, was das Verzeihen von Lena anging. Dafür mochte Marcel sofort und auf Anhieb. Für mich ist er diese "hach"-Person, die ein tolles Buch braucht .. und auch er hat genug menschliche Züge, als dass man an ihm nicht Ecken und Kanten finden würde :). Diese schöne Mischung von Charakteren sorgt für interessante Erlebnisse und Spannung.

Die Geschichte ist bestimmt hier und da vorhersehbar, allerdings gehört das ja fast schon zu diesem Genre dazu und hat mich gar nicht gestört. Viel mehr hätte es mich wohl geärgert, wenn es nicht so gekommen wäre, wie ich es mir erhofft hatte.

Besonders gut gefiel mir hier, dass man ein paar "alte Freunde" aus "Ticket ins Glück" wieder getroffen hat. Sie spielen keine so große Rolle, als dass man das Buch zuerst lesen müsste, ich war aber sehr froh, dass es mir bekannt war, so wurde meine Neugier gestillt, was aus ihnen geworden ist. Ich fand das eine tolle Idee der Autorin und ich hoffe, dass wir vielleicht irgendwann auch die Personen aus diesem Buch in einer neuen Geschichte wieder treffen. Mir persönlich gefallen so Wiedererkennungswerte, die aber auf die Geschichten selbst keine Einflüsse haben sehr.

Fazit:
Wundervolle Lektüre für den Urlaub, oder als Mini-Urlaubs-Ersatz. Teilweise fühlte ich mich, als wäre ich selbst auf Mallorca. Hinzu kamen eine bunte Platte von interessanten Charakteren, die mich mit ihren Freuden und Leiden voll in den Bann gezogen haben und mir eine vergnügliche Lesezeit bereiteten.


Meine Wertung:


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