Dienstag, 6. August 2013

[Rezension] Sina Beerwald - Mordsmöwen

emons Verlag

Taschenbuch (25.6.13): KLICK - 9,90 € - 208 Seiten
ebook: KLICK - 8,49 €
Altersempfehlung: ? Erwachsene
Genre: Krimi / Tiere

Die Autorin:

Sina Beerwald, 1977 in Stuttgart geboren, hat sich bislang mit fünf erfolgreichen Romanen einen Namen gemacht. 2011 wurde sie Preisträgerin des Nord-MordAward, des ersten Krimipreises für Schleswig-Holstein. Vor fünf Jahren wanderte sie mit zwei Koffern und vielen kriminellen Ideen im Gepäck auf die Insel Sylt aus und lebt dort seither als freie Autorin.







Inhalt:
Eigentlich geht es der Möwentruppe rund um den Scheff sehr gut. Ihr Tag besteht weitestgehend daraus, den nichtsahnenden Touristen die besten Crepes von Sylt zu entlocken. Doch  an diesem Morgen macht der Crepesstand nicht auf und die Möwen bangen um ihre Existenz. Als die Sorgen immer größer werden, beschließen sie, den Betreiber des Standes - Knut - aufzusuchen. Bestimmt hat er nur verschlafen. Doch damit geraten die Möwen in einen Strudel von Ereignissen. Knut soll sich umgebracht haben, doch die Möwen glauben das nicht und beginnen auf eigene Faust zu ermitteln. Und stellen dabei allerlei Unsinn an.

Meine Meinung:
Also ich habe ja schon viel gelesen. Aber eine Möwenbande als Ermittler in einem Mordfall … das war schlichtweg der Hammer. Ich hätte nie gedacht, dass mich eine solche Handlung so begeistern könnte. Denn die Autorin hat mit so viel Humor diese Bande von Möwen und ihre Handlungen beschrieben, dass ich mehrfach lauthals lachen musste. Und das machte dieses Buch zu einem absoluten Krimi-Highlight für jemanden, der sonst eigentlich Krimis gar nicht so gerne mag.

Jetzt sollte sich ein Krimi-Fan aber nicht beirren lassen, denn wir haben es hier wirklich mit einem Kriminalfall zu tun, lediglich die Ermittlungsmethoden sind andere. Und eine gute Prise Humor sollte man mögen, denn die kleinen drolligen Ermittler sind wirklich zu komisch - auch wenn sie das bestimmt gar nicht immer sein wollen *schmunzel*. Da gibt es Kollegen, die ein Handy bedienen, andere lesen Zeitung oder halten vorbeigehenden Passanten Vorträge .. meinen sie zumindest. Denn wir sind hier nicht in einem Fantasyroman, letztendlich kommt nur typisches Möwengekreische aus den Schnäbeln. Aber gerade das macht die Situation oft so komisch.

Wie bei einem "echten" Krimi habe ich mich auch lange an der Nase herumführen lassen und war von der Aufklärung am Ende überrascht. In meinen Augen hat die Autorin hier also alles richtig gemacht. Ich war allerdings doch sehr (positiv) erstaunt über diese Art der Ermittler. Ich weiß zwar, dass es so was mit Katzen schon gibt, was mir aber leider nie gefallen hat. Die Möwen aber haben mich voll überzeugt und ich hoffe, dass die Truppe irgendwann noch mal ermitteln wird.

Um jetzt mal auf die "Charaktere" zu kommen … ich fand sie so vielseitig, so liebevoll ausgearbeitet. Besonders gern mochte ich die Möwe, die die Geschichte erzählt - Ahoi .. so ein liebenswerter Kerl, der meine ganze Sympathie bekam. Aber eigentlich mochte ich alle Möwen sehr gern, denn sie hatten alle liebenswerte Züge, jeder auf seine Art.

Fazit:
Wären Krimis immer so, ich würde wohl tatsächlich zum Krimi-Leser werden. Dieser Krimi hier mit den ermittelnden Möwen hat mit so viel Humor und liebevoller Gestaltung überzeugt, dass ich nur eine absolute Kaufempfehlung aussprechen kann. Egal ob man Krimi-Fan ist oder nicht! .. und vielleicht wie ich zukünftig arg grinsen, wenn man eine Möwe sieht ;-)

Meine Wertung:





Kommentare:

  1. Ohjaaaa das kommt auf meine WuL yeah =)

    LG Sheena

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  2. oh, Du machst mich neugierig auf das Buch. Ich hoffe doch sehr, dass die Möwe es beim zweiten Versuch zu mir schafft. Die erste hat sich ja wohl verflogen. Nun werde ich jeden Tag aufpassen, wann sie bei mir eintrudelt und sofort mit dem Lesen beginnen.
    LG Ulla

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  3. Liebe Sandra,
    ich habe es gestern zu Ende gelesen und kann dir (mal wieder) nur voll und ganz zustimmen.
    LG Beate

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