Samstag, 6. Juli 2013

[Rezension] K. L. Going - Evies Garten

Baumhaus

gebundene Ausgabe (18.5.12): KLICK - 12,99 Euro - 208 Seiten
ebook (18.5.12): KLICK - 9,99 EuroAltersempfehlung: 10-12 Jahre
Genre: Märchen / Trauerbewältigung

Die Autorin:

K.L. Going (geb. 1973 in New York) ist Autorin von vier Romanen, darunter die preisgekrönten Werke SAINT IGGY und FAT KID RULES THE WORLD. Sie ist heute Vollzeitautorin und lebt in Glen Spey, New York.

Webseite der Autorin: KLICK 








Inhalt:
Vor zehn Monaten starb Evies Mutter. Als wäre das nicht schon schlimm genug, schleppt sie ihr Vater nun auch noch weit weg von zu Hause um eine alte Apfelplantage wieder zu beleben. Doch hier scheint alles tot zu sein, was nicht weiter verwunderlich ist. Das Haus ist direkt neben einem Friedhof, die Apfelbäume alle abgestorben. Das an sich ist ja schon gruselig genug, doch dann schließt Evie auch noch Freundschaft mit dem gerade verstorbenen Alex. Ihrem Vater kann sie das nicht erzählen, denn er glaubt nicht so wie ihre Mutter, dass alles möglich ist. Und dann bekommt Evie noch ein außergewöhnliches Geschenk.


Meine Meinung:
Evies Garten ist ein sehr ruhiges Buch. Ein modernes Märchen würde ich sagen. Das zeigt, wie schlimm der Tod der Mutter für ein Kind sein kann, der hilft zu verstehen, dass das Leben weiter geht, dass die Verstorbenen in uns und durch uns weiterleben können und dass es immer einen Ausweg gibt, wenn man nur glaubt. Auch wenn er manchmal ganz anders aussieht, als man zuerst vermutet hätte.

Teilweise fand ich das Buch sehr nüchtern geschrieben, dann wieder voller Gefühl. Als hätte nicht eine, sondern zwei Personen es geschrieben. Auch die sehr kurzen Kapitel haben mich oft irritiert. Allerdings ist es ja eigentlich auch ein Kinderbuch und so sind solch kurze Kapitel natürlich toll zum vorlesen oder miteinander lesen.

Ich finde, dass es ein außergewöhnlich gutes Buch ist, wenn man Kindern ein bisschen den Tod näher bringen möchte oder muss, wenn man ihnen helfen will, etwas zu verarbeiten, geschieht das hier auf eine sehr schöne Art. Ich habe Euch ein Zitat von Evies Mutter mitgebracht, kurz bevor sie starb. Sie erzählte Evie immer von wundervollen Fantasiegärten und dass jeder seinen eigenen Garten hätte. Und so sagte sie:

"Vielleicht werde ich auch schon da sein und dort warten, 
wo das Gras grün ist und die Bäume immer blühen, und die 
Blätter der Kirschblüten wie Regentropfen auf dem Wind reiten." 


... das ist eine der Stellen, die ich so wundervoll, voller Gefühl finde.

Viel mehr möchte ich gar nicht verraten, denn es ist ein Buch, das man selbst entdecken sollte. Allein, oder gemeinsam. Und ich finde, es ist nicht nur für die kleinen Leute von 10-12, sondern genau so für uns Erwachsene.

Fazit:
Ein Märchen nicht nur für Kinder, das uns beibringen kann, dass der Tod nicht immer nur furchtbar ist, sondern uns hilft, zu akzeptieren, dass es manchmal einfach so ist und aus jedem Schlimmen auch wieder etwas Gutes entstehen kann.

Meine Wertung:







Kommentare:

  1. Dieser Roman hat einfach sooo ein schönes Cover. :)

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  2. Wenige Worte sagen mehr aus als alles andere. Danke für diese tolle Buchbewertung, obwohl ich das Wort hasse (!). Ich habe es mir auf meine WuLi gesetzt, denn es ist sicherlich ein Buch nicht sofort, aber auf keinen Fall vergessen zu lesen.
    Danke :-)
    Hanne

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  3. Dank deiner wohl akzentuierten Beschreibungen bin ich jetzt tatsächlich sehr neugierig geworden. Sehr schön!

    Sonnige Stöbergrüße,
    Kora

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  4. Das Buch klingt wirklich toll auch wenn es bestimmt ein wenig traurig ist. Schön dass es solche Bücher gibt, die auch Kindern den Tot näher bringen.
    Danke für deine schöne Rezension.

    Liebe Grüße
    Vanessa

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  5. Ich fand es auch richtig toll! <3

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  6. Ich fand es leider alles andere als toll, aber so gehen die Geschmäcker auseinander.

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