Mittwoch, 5. Juni 2013

[Rezension] Alex Morel - Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt


INK Egmont
ISBN: 9783863960476
253 Seiten - gebundene Ausgabe - 14,99 Euro

ebook-Version - 13,99 - KLICK
Erschienen: 10.1.13
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Genre: Jugendbuch

Der Autor:

Alex Morel lebt in New Jersey. Er ist Vater von zwei Kindern und hat einen Hund namens CC. "Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt" ist sein erster Roman.





Vorbemerkung: Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Notizbuch-Aktion gelesen, die Lena Bo veranstaltet. Das hat richtig Spaß gemacht, auch wenn das Buch nichts war. Das werde ich gern öfter machen!

Inhalt:
Jane ist 15. Seit einem Jahr lebt sie in einer Klinik. Jane ist lebensmüde. In der Klinik kann ihr nichts passieren. Doch jetzt macht sie ihren großen Plan wahr. Sie darf nach Hause fliegen und im Flugzeug will sie sich endgültig das Leben nehmen. Doch ein Flugzeugabsturz kommt ihr zuvor. Und jetzt ist alles anders und sie beginnt, um ihr Leben zu kämpfen. Und um Paul.

Meine Meinung:
Ganz klar und hart direkt vorweg .. ich weiß nicht, wann ich das letzte mal ein so schlechtes Buch gelesen habe. Und ich möchte versuchen, Euch zu erklären, warum das so ist. Zunächst einmal aber, ich habe das Buch tatsächlich bis zum Ende gelesen. Denn wir lesen es in einer Art Leserunde, es geht von Leser zu Leser und jeder trägt direkt ins Buch seine Gedanken ein. Ich bin die 5. Und wären die vor mir mit ihren Kommentaren nicht gewesen, ich hätte garantiert aufgehört, so aber haben wenigstens die mich durchhalten lassen ;-)

Ich mochte Jane von Anfang an nicht. Und sie macht es einem auch sehr leicht, sie nicht zu mögen. Oder ihr Autor. Wieder und wieder und wieder wiederholt sie sich. Am Anfang redet sie immer von ihrem Plan. Sie ist eine Planerin. Das sagt sie so oft, dass ich irgendwann anfangen möchte zu schreien, wenn ich das Wort nur lese. Als sie endlich irgendwann von dem Wort los lässt, findet sie dafür neue Wörter, wie Arsch oder Arschloch. Damit meint sie Paul. Der nämlich ist der einzige, der den Absturz auch überlebt. Und dann endlich beginnt überhaupt mal so etwas wie eine Handlung in dem Buch, denn die Beiden kämpfen ums Überleben.

Sicherlich. Eine 15-jährige, die lebensmüde ist, kann in ihrem Verhalten und Denken nicht normal sein. Das ist mir schon bewusst. Aber sie und ihre Art waren so unsympathisch, dass es das ganze Buch vernichtete. Die Geschichte an sich - ein Absturz, der Überlebenskampf - ist nicht neu und man braucht glaube ich schon gute Ideen, um das überhaupt noch spannend zu gestalten. Doch die paar Versuche, die der Autor unternimmt, sind dann in dem Moment so überzogen, dass sie einfach nur noch unglaubwürdig erscheinen. Im einen Moment hat man das Gefühl, man hat hilflose Babys als Protagonisten, im nächsten Moment fühle ich mich in ein Superhelden-Comic versetzt, weil unmögliches geradezu spielend gelingt.

Paul. Hmm, ist etwas sympathischer als Jane, gebe ich zu. Jedoch nicht ausreichend genug, um mich zu überzeugen. 20 soll er sein. Anfangs ist von einem Snowboarder die Rede. Dann von einem Bergsteiger, dann Skilehrer, Surflehrer ... und Freeklimber auch noch irgendwie. Ernsthaft, das ist lächerlich.

Auch, dass der Autor sich teilweise Absätze lang über Nichtigkeiten versucht in wunderschönen Wörtern auszudrücken, etwa beschreibt, was eigentlich völlig uninteressant ist .. dann aber z.B. mit keinem Wort erwähnt, wie die zwei eigentlich ihre riesige Ausrüstung mit sich schleppen, wenn sie z.B. mit bloßen Händen an Bergen sich heraufhangeln... Oben haben sie dann oh Wunder wieder ihre komplette Ausrüstung.

Es war alles so überzogen, so unrealistisch und gleichzeitig absolut langweilig, dass selbst, das Ende, was einen hätte berühren können, mich völlig emotionslos zurück ließ.

Ok, ich gebe zu ... manchmal fragte ich mich, liegt es am Autor oder Übersetzer, allerdings kann ich das nicht beurteilen, da ich die Originalausgabe nicht kenne. Aber ich denke, sie haben wahrscheinlich Beide ihren Teil dazu beigetragen.

Fazit:
Ich persönlich fand es eines der schlechtesten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Unrealistisch, überzogen, auf Dramatik gequält. Das ganze mit einer Protagonistin, die ich schon nach 5 Seiten gern wieder verlassen hätte. Ich kann das Buch leider nicht empfehlen, trotz des umwerfend schönen Covers und dem tollen Titel!

Meine Wertung:



Kommentare:

  1. Danke für deine Meinung! Ich war immer unsicher, ob das Buch etwas für mich ist oder nicht, aber nun weiß ich es *g*

    LG Claudia

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  2. Ha! Du bist da leider nicht die einzige bei der ich das lese und tue weiterhin gut daran es mir bei erscheinen nicht sofort gekauft zu haben. Grundsätzlich denke ich mir so langsam, dass es doch spannender gewesen sei, die seien einfach beide noch am Absturzort erfroren. :o Naja.

    Deine Rezi ist jedenfalls super, eine der wenigen negativen, die nicht zu viel verraten, sondern eben das was man als potentieller (Nicht-)Leser wissen muss.

    Liebe Grüße
    Sarah

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  3. Da ist sie, die Rezi. Hab fast jeden Tag vorbei geschaut, damit ich die nicht verpasse :D. Das es mir ja genaso erging wie dir weißt du ja. Und ich bin schon gespannt wie das Buch am Ende aussehen wird. Tolle Rezi !

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  4. dann weiß ich ja, was ich nicht lesen brauch. Danke für die Rezension ;)

    glg
    Katha

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  6. Also ich fand das Buch richitg gut und bin nicht so zufrieden mit deiner rezi. Klar vllt. Fehlten ein bisschen mehr Gefühle, da sie ja eigentlich ganz knapp den Tode entronnen waren, aber sonst finde ich es ganz anschaulich! Und zz deinem kommentar mit der Ausrüstung. Soll er 2 dämliche Seiten damit zu texten was sie mir der Ausrüstung machten? Außerdem war das so wenig das man das ganz einfach irgendwo verstauen konnte! Ich find das Buch klasse &Jana aich gleich an einem Tag fertig gelesen weil ich förmlich daran klebte. Also wer sich gut in Bücher hineinversetzen kann sollte lieber ne packung taschentücher gegen Ende bereithalten! Sehr traurig:( aber ich kann das Buch nur wärmstens weiter empfehlen& die Leute die es nun dich lesen, ich hoffe es gefällt:)
    LG Maleen

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    1. Nun Maleen, das ist halt das schön an den verschiedenen Geschmäckern .. ich habe Bücher auch schon genial gefunden, die andere total schlecht fanden. So ist das nun einmal und da wird sich wohl auch (glücklicherweise) nie etwas dran ändern. Er hätte übrigens auch nicht 2 "dämliche" Seiten über Ausrüstung verlieren sollen, sondern einfach nur nebenbei erwähnen können. Es war - in meinen Augen - oft sehr unrealistisch. Also bitte .. unterstelle mir nicht, ich könne mich nicht in Bücher hineinversetzen. Würdest Du regelmäßig meinen Blog lesen, wüsstest Du, dass diese Behauptung falsch ist, nur weil ich bei diesem Buch nicht wie Du heulen musste. Denn Deine Meinung ist auch nur Deine Meinung, so wie meine meine ist .. nicht mehr und nicht weniger. Und keine von beiden ist richtig oder falsch, sondern einfach nur persönlicher Geschmack.

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