Samstag, 23. März 2013

[Rezension] Claus Karst - Finisterre

Oldigor
ISBN: 9783943697308
344 Seiten - Taschenbuch - 13,90 Euro
Erschienen: 16.11.2012
Altersempfehlung: ab 16 Jahren

ebook-Version: KLICK - 8,99 Euro

Der Autor:

Claus Karst ist 1940 in Essen geboren, lebt seit mehr als 40 Jahren in Hemer am Fuße des Sauerlandes, fühlt sich aber nach wie vor im Ruhrpott verwurzelt. Seine Lebensumstände hinderten ihn daran, einen künst-lerischen Beruf zu ergreifen. Als technischer Baukaufmann ist er viel im In- und Ausland herumgekommen, hat viel gesehen und gehört. Ge-schrieben hat er seit Jugend an. Mit 60 ist er aus dem Berufsleben ausge-schieden, um sich seinen Jugendtraum zu erfüllen und sich ernsthaft als Schriftsteller zu betätigen. Bald wurde er über die regionale Szene hinaus bekannt, auch als (Co-)Lektor und (Co-)Produzent von Anthologien. Er nennt sich selbst Geschichtenerzähler und schreibt in erster Linie Geschichten und Erzählungen, fantastische, satirische, sozialkritische, erotische, auch gelegentlich für Kinder. Neben Veröffentlichungen in mehrere Anthologien, seinem Geschichten-buch Der Mann mit dem sternfunkelnden Koffer und seinem Roman Treffpunkt Hexeneiche ist Finisterre Eine Spurensuche sein drittes Buch, in dem er sich wieder mit einem heiklen Thema befasst. Neben dem Schreiben moderiert er das Literatur-Magazin WortArt im Radio Iserlohn





Inhalt:
Eigentlich sollte es ein netter Urlaub werden. Auch wenn Pascal nicht weiß, wohin ihn seine Frau entführen will. "Ans Ende der Welt", daran glaubt er nicht so ganz. Doch als sie in dem kleinen Bergdorf ankommen, fühlt er sich tatsächlich dort hinversetzt. Unfreundlich sind die Menschen, wenn man überhaupt welche trifft. Und dann verschwindet Leonie und Pascal kommt weder aus dem Dorf heraus noch findet er eine Spur. So tut er sich mit Sophie zusammen, die ebenfalls auf der Suche ist, nach ihrem Mann. Gemeinsam kommen sie dem Rätsel in kleinen Schritten näher, doch dann überschlagen sich die Ereignisse.

Meine Meinung:
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich etwas zweigeteilt bin, was meine Meinung angeht. Die Geschichte ist interessant aufgebaut und das, was eigentlich dahinter steckt ein Thema, was wirklich heikel und dennoch nicht uninteressant ist. Ein Buch, das zwar nicht auf einer wahren Geschichte beruht, dennoch wahre Kerne enthält.

Dennoch entwickelt sich das Buch eher ein bisschen zu einem Krimi, in dem die Ermittler eher Zivilpersonen sind. Die dann natürlich prompt in alle Fallen tappen, die sich auftun. Und wie immer bei einem Krimi reißt es mich nicht ganz so mit.

Ich muss allerdings auch sagen, dass ich mich etwas schwer mit dem Schreibstil des Autors getan habe. Ich bin nicht sicher, ob das am Alter und somit an einer anderen Sprache des Autors liegt, oder es einfach kein Schreibstil ist, der mich persönlich packt. Ich hatte eigentlich immer das Gefühl, dass alles nur angeschnitten wird, immer leicht an der Oberfläche bleibt. So als dürfte man nicht zu sehr unter die Oberfläche gehen. Dadurch fehlte mir ein bisschen Spannung. Obwohl ich das Buch trotzdem gern bis zum Ende gelesen habe.

Mit den Charakteren bin ich leider auch nicht so wirklich warm geworden. Auch sie blieben irgendwie an der Oberfläche. Wobei mir Pascal noch recht sympathisch erschien. Doch einige seiner Gedanken - gerade die späteren - waren mir doch irgendwie zu emotionslos, zu hinnehmend. Allerdings weiß man nicht, wie man selbst in solchen Situationen reagieren würde.

Auch irritiert mich nach wie vor die Rolle der Ines und Ramona. Zwei Charaktere, die ich eher einem Fantasyroman zugeordnet hätte und die für mich hier irgendwie nicht hingehörten. Auch wenn sie sich recht gut in die Geschichte integrieren konnten.

Ich hätte eigentlich gern mehr über die Hintergründe erfahren. Wie es überhaupt dazu kommen konnte. Es muss im Vorfeld ja einiges gelaufen sein, mir war das alles viel zu kurz und knapp dargestellt, muss ich sagen.

Fazit:
Ich denke, dass Krimi-Liebhaber hier bestimmt auf Ihre Kosten kommen. Für meinen Geschmack war vieles aber wie von oben betrachtet, berührte nicht und konnte dadurch keine durchgehende Spannung aufbauen.

Meine Wertung:





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