Montag, 11. Februar 2013

[Rezension] Julia von Droste - Die Löwin von Mogador

leider nur als ebook verfügbar

ASIN:  B00AWOFSR4
608 Seiten - ebook - 6,13 Euro
Erschienen: 03.01.2013
Altersempfehlung: ?
Genre: historischer Roman

Die Autoren:
Das Autorenpaar Horst und Julia von Droste lebt im schönen Münsterland. Julia wurde Buchhändlerin und studierte danach Geschichte, Englisch und Pädagogik, Horst war Geschäftsführer einer schweizer Firma für Speiseeistechnologie. In entgegengesetzten Regionen Deutschlands lebend, führte das Schicksal uns in einem Krankenhaus in der Mitte des Landes zusammen. Seither gehen wir unseren Lebensweg gemeinsam. Von Kindheit an wollten wir Bücher schreiben und seit einigen Jahren verwirklichen wir diesen Traum. Gemeinsam denken wir uns die Geschichte aus und während der eine schreibt stürzt der andere sich in die Recherche. Manche Dinge wie der Flug in einem alten Doppeldecker, der Besuch einer Landschlachterei oder wie es sich anfühlt von einer Kosmetikerin verwöhnt zu werden machen wir natürlich zusammen.



Ich bedanke mich ganz herzlich bei den Autoren, die mir dieses tolle Buch überließen!

Inhalt:
Sibylla ist jung und möchte so viel wie möglich in ihrem Leben erleben und sehen. Schwierig für eine Frau im 19. Jahrhundert. Doch sie hat Glück und schafft es, Benjamin zu heiraten und diesen dann davon zu überzeugen in Marokko die Geschäfte ihres Vaters auszubauen. Sibylla ist fasziniert von dem Land, seiner Kultur und seinen Bewohnern. Sie wendet sich so weit wie möglich den europäischen Zwängen ab. Doch besonders glücklich ist ihr Leben mit Benjamin nicht. Kalt und unnahbar scheint er, doch Sibylla merkt dies erst, als sie Andre kennenlernt und merkt, dass es noch andere Gefühle gibt. Doch sie kann ihrer Liebe nicht nachgeben. Doch das Schicksal meint es noch schlechter mit ihr. Benjamin scheint in dunkle Geschäfte verwickelt und Sibylla versucht alles, die Unschuld ihres Mannes zu beweisen. Doch die Ereignisse überschlagen sich und dann steht Sibylla allein da in einem fremden Land. Doch zurück nach Europa möchte sie nicht, und so beginnt sie zu kämpfen.

Meine Meinung:
Das war der erste historische Roman seit langer Zeit und ich kann nur sagen, ich habe es zu keiner Zeit bereut, ihn ergriffen zu haben. Der Schreibstil der Autoren ist wirklich toll. Nicht zu gefühlsbetont, nicht zu geschichtlich belastet, sondern eine tolle Mischung aus Spannung, Geschichte und Gefühlen.

Obwohl das Buch mit über 600 Seiten relativ lang ist, kam es mir nie so vor. Die Seiten verflogen nur so. Geschickt werden auch hier Sympathien geleitet und so mochte ich Sibylla fast augenblicklich von der ersten Seite an. Sie ist offen, neugierig und freundlich. Sie lässt sich nicht unterkriegen, egal was auch geschieht. Allerdings muss ich im Laufe des Buches auch gestehen, dass ich sie manchmal zu hart gegen sich selbst und andere erlebt habe. In dem Buch wirft ihr irgendwann jemand vor, dass sie nicht verzeihen könnte und genau so habe ich sie erlebt. Ich fand es sehr schade, denn ich denke, dass sie dadurch auch viel Einsamkeit erlebte. Allerdings weiß man nicht wirklich, ob man anders reagiert hätte.

Benjamin mochte ich von Anfang an nicht und ich konnte einfach nicht verstehen, dass Sibylla ausgerechnet ihn wählte. Allerdings halten sich die Autoren auch nicht mit Details auf und an manchen Stellen, gerade wie die Beiden zusammen kamen, hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht. Zwingend nötig war es allerdings nicht.

Die Schilderungen über Land und Leute fand ich sehr interessant. Sie waren kurz genug um nicht zu langweilen aber lang genug um einiges zu erleben und sich ein Bild machen zu können. Etwas verwirrend fand ich die ganzen arabischen Namen, was aber leider unumgänglich war.

Das Buch macht irgendwann einen Sprung von knapp 20 Jahren. Zuerst war ich entsetzt, fragte mich, was geschah, warum dieser Sprung. Fühlte mich ein bisschen beraubt in Schönem, was ich erwartet hatte. Jedoch wird in der Folge immer mal kurz erwähnt, was so geschah. Es war nichts, was man nicht überspringen konnte und auf einmal war das Buch wie ein zweites Buch, eine Fortsetzung. Und genau so schön, wie der erste Teil.

Fazit:
Ein toller historischer Roman, der eine pefekte Mischung aus Unterhaltung, Spannung und ein bisschen geschichtlichem vereint. Trotz der vielen Seiten verflog das Buch gerade zu und Liebhabern solcher Romane kann ich nur dazu raten!

Meine Wertung:




Kommentare:

  1. Nun bedauere ich es noch ein wenig mehr, dass Buch nicht angenommen zu haben. Aber es hat einfach zeitlich nicht auf meinen SuB gepasst. Toll, dass es dir so gut gefallen hat.

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  2. Hallo Du,

    schade, denn es liest sich so nett/toll an!

    LG..Karin...

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  3. Hört sich wirklich interessant an!! Kommt gleich mal auf meine Wunschliste!
    Liebe Grüße
    Martina

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