Donnerstag, 15. November 2012

[Rezension] Rachel Hartman - Serafina

Band 1 - Das Königreich der Drachen
ISBN: 9783570152690    
512 Seiten - gebundene Ausgabe - 17,99 Euro

Erscheint: 19.11.2012
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Genre: Fantasy
ebook-Version: KLICK - 13,99 Euro

Die Autorin:
Rachel Hartman spielte bereits als Kind Cello und synchronisierte zusammen mit ihrer Schwester Mozartopern. Das berühmte Renaissancelied „Mille Regretz“ inspirierte sie zu ihrem Debutroman, in dem Musik eine große Rolle spielt. Während sie »Serafina« schrieb, hörte sie mittelalterliche italienische Polyphonien, bretonischen Dudelsack-Rock, progressive Metalmusik, lateinamerikanische Barockmusik und gälischen Sean-nós-Gesang. Rachel Hartman lebt mit ihrer Familie in Kanada.
Webseite zum Buch: www.serafina-buch.de






Inhalt:
Serafina wächst auf in einer Welt ohne Mutter, da diese im Kindbett gestorben ist. In einer Welt, in der mit Drachen ein Friedensabkommen geschaffen wurde. Drachen bewegen sich unter den Menschen in einer menschlichen Form, gekennzeichnet durch klingende Glöckchen. Nur wenige haben das Privileg, sich nicht kenntlich zu machen. Viele Berührungspunkte zu diesen magischen Geschöpfen hat Serafina nicht, schließlich stellen sie auch in Friedenszeiten eine Bedrohung dar. Das ändert sich jedoch erheblich, als der Tag naht, an dem das Friedensangebot erneuert werden soll. Die Drachen scheinen wieder zu töten, Menschen entpuppen sich als Drachen, von denen Serafina es nie erwartet hätte und sie versucht ein Gleichgewicht herzustellen zwischen zwei Welten, das schier unmöglich scheint.

Meine Meinung:
Vorab möchte ich sagen, dass ich sehr erstaunt bin, dass gerade Christopher Paolini hier sagt, es wäre einer der besten Drachenfantasy-Romane, die er je gelesen habe. Stammt doch Eragon aus seiner Feder. Aus diesem Grunde habe ich ziemlich hohe Erwartungen in das Buch gelegt. Leider konnte das Buch meine Erwartungen überhaupt nicht erfüllen.

Der auf dem Cover so hochgelobte Schreibstil konnte mich kein bisschen berühren. Er ließ sämtliche Charaktere auch bis zum Ende hin als uninteressante, fremde Wesen darstehen. Ich bekam leider überhaupt keinen Bezug zu ihnen. Mir fehlten Beschreibungen, wie ich mir die einzelnen Personen vorstellen kann oder ich habe sie im Wust der vielen uninteressanten Sätze tatsächlich übersehen, das möchte ich nicht abstreiten.

Die Idee des Buches fand ich eigentlich sehr interessant, wenn auch nicht neu. Drachenwandler gibts ja nun schon, und eigentlich finde ich sie sehr faszinierend. Hier werden sie überwiegend bösartig, hinterhältig und berechnend dargestellt. Sicherlich gibt es Ausnahmen, doch da den Drachen in diesem Buch unterstellt wird, keine bzw. kaum menschliche Gefühle zu kennen, heben sie sich natürlich extrem von uns ab. Vielleicht mit ein Grund, warum ich mit ihnen nicht warm werden konnte. Vielleicht aber auch ein Grund, warum Paolini so begeistert ist, vielleicht ist es mehr ein typisches Männerbuch, ohne große Gefühle, dafür mit langwierigen Intrigen, Taktikgesprächen und das Aufspüren des Feindes?!

Genau wie ich mit Serafina nicht warm werden konnte, die ihren Platz in dieser Welt noch nicht so genau finden konnte, die hin- und herzutaumeln schien zwischen Zuneigung und Abneigung zu Drachen, Menschen  und ihrer Visionswelt. Die auf einmal meinte, sich verlieben zu müssen, jedoch so unaufrichtig geschildert, dass sie mich damit an dieser Stelle nicht mehr überzeugen konnte.

Das Buch schaffte es tatsächlich über die gesamte Länge nicht, mich wirklich zu packen. Lediglich auf den letzten 50 Seiten fand ich ein bisschen Zugang, was jedoch mit dem für mich sehr offenen Ende dann auch wieder weg war.

Es ist kein massiv schlechtes Buch. Es ist nur scheinbar kein Buch für mich. Ich fand es sehr emotionslos, dafür aber mit reichlich Fantasie bestückt. Ich vermute, richtige Fantasy-Fans werden bestimmt begeistert sein von dieser neuen Reihe. So habe ich es auch bis zum Ende gelesen, jedoch bin ich sicher, dass es sehr schnell wieder aus meinem Gedächtnis verschwunden sein wird. Es ist nichts, was sich nachhaltig bei mir aufhalten wird.

Wirklich toll gelungen finde ich das Papiercover. Auch sehr nett war das Glossar am Ende des Buches, was ich leider erst am Ende des Buches auch entdeckte. Ich bin nach wie vor der Meinung, so etwas gehört an den Anfang. Ich bin ein Mensch, der NIE das Ende des Buches anschaut. Auch nicht, ob sich da etwas verbirgt, einfach weil ich noch nichts vom Ende des Buches erfahren möchte. Doch die vielen ungewöhnlichen Namen und Orte in diesem Buch waren für mich schwer zu merken und so wären diese Nachschlageseiten wirklich hilfreich gewesen.

Fazit:
Wer viel Fantasy-Elemente und wenig Gefühle mag, der wird wohl bei diesem Buch seine wahre Freude haben. Mir persönlich war es zu emotionslos, zu viel Fantasy und zu langgezogen. Einen Bezug zu den Charakteren konnte ich nicht herstellen, sie blieben mir größtenteils bis zum Ende ein Rätsel.

Einen Trailer habe ich noch für Euch. Der Trailer verspricht sehr viel finde ich:



Meine Wertung:


Kommentare:

  1. Deine Rezension spricht mir aus der Seele!!!! Der Großteil der Geschichte ist für mich total uninteressant

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    1. Oh da bin ich aber erleichtert. Ich hab schon gedacht, es liegt an mir. Ich hab jetzt drei nicht sehr überzeugende Bücher hintereinander gehabt, wovon ich das dritte heute sogar abgebrochen habe und dachte schon, mit mir stimmt was nicht :)

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  2. Die Handlung ist streckenweise sehr langatmig und richtig spannend wird es nicht. Der Autorin ist es nicht gelungen den Leser zu fesseln. Bleibt nur zu hoffen, dass es im nächsten Band spannender wird.

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    1. Wirst Du wirklich den nächsten Teil noch lesen? Ich habe mich dagegen entschieden, es gibt so viele Bücher, die ich noch lesen möchte, dass ich meine Zeit gar nicht erst dafür hergeben mag zu testen, ob es besser wird :(

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