Dienstag, 16. Oktober 2012

[Rezension] Michael Northrop - Kälte


Loewe
ISBN: 9783785574287
252 Seiten - Taschenbuch - 6,95 Euro
Erschienen: 15.08.2012
Altersempfehlung: 13 - 16 Jahre
Genre: Jugendbuch

ebook-Version: Gibt es leider nicht

Der Autor:
Michael Northrop wuchs in einer kleinen Stadt in den Berkshire Mountains auf. Viele Jahre später zog er nach New York, dem er seitdem treu geblieben ist. Dort arbeitete er als Stand-up-Comedian und Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften, bis er 2009 seinen ersten Jugendroman veröffentlichte, der auf der Stelle zum Erfolg wurde. Seither heimst er eine Auszeichnung nach der anderen ein und hat das Schreiben zum Beruf gemacht. (Text von Amazon)





Inhalt:
Ein ganz normaler Schultag im Winter. So fing es an. Doch es entwickelt sich zu einer Katastrophe. Denn der angekündigte Schneesturm kommt. Und bleibt. Und das für lange Zeit. Was als Abenteuer beginnt, endet für 6 Schüler einer Highschool in einem Überlebenskampf. Kälte, Hunger und Angst machen sich breit. Nachdem der Strom ausfällt und kein Telefon mehr funktioniert, sind die 6 Jugendlichen auf sich allein gestellt. Und sie kämpfen den Kampf ums Überleben.

Meine Meinung:
Hmm, durchwachsen würde ich sagen. Nimmt man den Preis des Buches und schaut, wie kurz der Roman ist, kann man sagen: Ja, kann man lesen.

Der Schreibstil des Autors ist locker. Einer der Protagonisten erzählt. Er sagt von sich selbst, vielleicht hätt es einer der anderen spannender erzählt, aber er wäre nunmal derjenige, der es erzählt. Ich hätte mir gewünscht, es hätte einer der anderen erzählt. Der Stil ist nicht schlecht, aber ich finde ihn oberflächlich. Er schafft es nicht, meine Gefühle wirklich zu berühren. Und so lese ich wie ein stummer Beobachter aus einiger Entfernung diese Geschichte, die so ganz anders hätte unter die Haut gehen können. Und dabei fing es eigentlich vielversprechend an. Dieser Satz hier packte mich eigentlich doch und ich versprach mir spannende Unterhaltung mit Tiefgang:

"Kennt ihr das? Manchmal weiß man einfach, dass es draußen grau und regnerisch 
ist, obwohl man noch gar nicht aus dem Fenster geschaut hat. Man fühlt es einfach, 
man merkt, wie es die Energie aus einem raussaugt."

Hier kann doch wirklich ein Funke überspringen oder? Und gleichzeitig könnt Ihr auch ein bisschen den Schreibstil des Autors erkennen. Jugendlich, flapsig. Aber auf erträgliche Art, man kann ihm gut folgen. Doch leider wurde das Buch nicht ganz so gut, wie ich es mir hier an dieser Stelle noch erhoffte.

Ich möchte mal einen Vergleich machen. Ich habe vor nicht allzu langer Zeit ein Buch mit sehr sehr identischem Inhalt gelesen. Auch da ging es um eine Schule, einen Schneesturm und um eine handvoll Schüler die auf sich allein gestellt waren. Bis dahin also gleiches Szenario. Doch dieses andere Buch kroch unter meine Haut, hinterließ eine Gänsehaut nach der anderen. Dort konnte ich die Kälte spüren, die Gefahren, die Angst, die Hoffnungslosigkeit. Hier, bei Kälte, las ich nur davon. Und das ist das Problem. Wäre das andere Buch nicht gewesen, dann hätte ich dieses hier wahrscheinlich viel besser gefunden, als ich es gerade empfinde. Die Geschichte war interessant, leicht lesbar, die Seiten flogen so dahin. Aber es berührte mich nicht. Ich klappe zu und denke - nett. Und bin sicher, mich bald nicht mehr an das Buch zu erinnern.

Dennoch war es alles in allem eine runde Geschichte, die nett zu lesen war. Keine Zeitverschwendung! Und da ich das Buch vom Preisleistungsverhältnis wirklich toll finde, kann man es auch guten Gewissens weiterempfehlen für die, die sich vom Inhalt angesprochen fühlen.

Fazit:
Ein nettes Buch mit einer interessanten Geschichte, die mich aber nicht wirklich packen konnte. Ich blieb eher wie ein Beobachter von außen als mitten drin zu sein. Trotzdem nett zu lesen. Ich hätte eigentlich 3,5 Punkte gegeben, da es die nicht gibt, aufgerundet auf 4.

Meine Wertung:

Kommentare:

  1. Klingt ja nicht so doll. (Gott sei Dank, sonst würde ich nachher noch "hier" schreien ;) )
    Schöne Rezi, liebe Sandra

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  2. Liebe Fabella,

    ich habe gesehen, dass du im letzten Jahr beim Weihnachtswichteln von Myriel von Lesen Beflügelt teilgenommen hast. Auch dieses Jahr soll es wieder ein Bücherweihnachtswichteln geben und da Myriel es dieses Jahr leider nicht ausrichten kann, habe ich mich dazu entschlossen es selbst zu organisieren. Da mein Blog nicht allzu bekannt ist, habe ich gedacht, ich schreibe ein paar von den Teilnehmern aus dem letzten Jahr an und frage nach, ob sie dieses Jahr auch gerne wieder mitmachen würden. Wenn du auch dieses Jahr wieder Lust aufs Bücherwichteln hast, dann kannst du dich unter diesem Link http://t.co/CbH0b6Re noch einmal genauer informieren und dich anmelden, wenn du möchtest.

    Ich würde mich sehr über deine Teilnahme freuen, denn je mehr mitwichteln, desto mehr Spaß macht es! :)

    Liebe Grüße
    Lena

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  3. Ich kann deine Bewertung nachvollziehen. :)

    LG
    Sabine

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  4. Lese das Buch gerade und sehe es genauso wie du. Bin schon über der Hälfte und fühle mit den Protagonisten kaum mit.

    Lg, Lisa

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  5. Hey ihr alle,

    seid ihr irgendwie alle verstrahlt oder so?Das ist nicht böse gemeint,aber ich habe das Buch schon 5 mal gelesen,und es ist mein absolutes lieblingsbuch...vielleicht liegt es daran,dass ich erst 13 bin,aber ich finde dass Kälte sehr wohl unter die Haut geht!Deine Rezension ist an einigen Stellen sehr profimäßig geschrieben,aber an anderen Stellen halt von meiner Meinung abweichend.... Ganz liebe Grüße

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