Sonntag, 9. September 2012

[Rezension] Robin LaFevers - Grave Mercy




cbj
ISBN: 9783570401569
544 Seiten - Taschenbuch - 14,99 Euro
Erscheint: September 2012
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Kindle Version: KLICK - 11,99 Euro


Die Autorin:
Sie wuchs auf mit Märchen, Bulfinchs Mythologie und der Dichtung des 19. Jahrhunderts. Kein Wunder, dass aus ihr eine hoffnungslose Romantikerin wurde. Sie hatte das Glück ihre große Liebe zu finden und lebt heute mit ihrem mann in Südkalifornien.






Inhalt:
Ismae ist 17, als ihr Vater sie verheiratet. Zuerst noch froh, endlich der schlagenden Hand ihres Vaters zu entkommen, entpuppt sich ihr Ehemann bereits in der Hochzeitsnacht als keinen deut besser. Ihr gelingt die Flucht und sie findet Zuflucht im Kloster von St. Mortain, wo sie erstmals erfährt, dass alles anders ist, als sie bisher gedacht hat. Ihr Vater ist nicht der schlagende Mann, bei dem sie aufwuchs. Sondern der Gott des Todes. Und als seine Tochter hat sie Fähigkeiten, die nun trainiert und ausgebaut werden sollen. Sie soll die Hand ihres Vaters werden. Eine Auftragsmörderin in seinem Befehl. Ismae liebt die neue ihr zugeteilte Aufgabe. Doch zunächst muss sie einen harten Weg gehen, bei denen sie erkennt, dass es nicht immer so einfach ist, ihre Arbeit zu tun. Denn ihr erster Auftrag führt sie direkt an den Hof der bretonischen Herzogin. Doch kann sie ihrem Auftrag wirklich folgen? Ihr Herz sagt ihr etwas anderes.


Meine Meinung:
Also ehrlich gesagt kann ich mich der Begeisterung der bisherigen Stimmen zu diesem Buch nicht wirklich anschließen. Denn ich hatte arg mit dem Schreibstil der Autorin zu kämpfen. Dabei ist dieser eigentlich gar nicht schlimm. Er ist locker und leicht, mit Gefühl und Humor. Aber er liegt mir scheinbar überhaupt nicht. Ich habe mich doch arg gelangweilt. Viel zu viele Dialoge und Informationen rund um alles, was am Hof geschieht. Das mag für diese Geschichte wichtig sein, mich hat es aber furchtbar gelangweilt.

Wenn man jetzt bedenkt, dass Ismae in einen Interssenskonflikt stürzt, weil ihr Herz ihr was anderes sagt, als ihr Auftrag, dann sollte man überlegen, dass erst nach den ersten 200 Seiten Ismaes Herz das erste mal einen leichten Hüpfer macht bei etwas, das Duval zu ihr sagt. Und Ismae kann mit diesem Hüpfer auch nicht wirklich was anfangen. Das mag für ein Buch ab 12 passend sein, aber die so hochgejubelte Liebesgeschichte ist mir hier auch viel zu seh in die Länge gezogen.

Versteht mich nicht falsch. Es ist kein schlechtes Buch. Man kann es relativ gut lesen, es ist nett unterhaltend, jedoch ist es nichts, was sich länger in meinem Kopf aufhalten wird.

Obwohl es so weit in der Vergangenheit spielt, hat die Autorin einen Schreibstil gefunden, der nicht zu schwülstig und verdreht ist. Sie hat versucht, einen interessanten Mittelweg zu finden. Dennoch glaube ich ist es das, was mich doch etwas langweilen ließ.

Trotzdem gab es ein paar Stellen, da fand ich die Worte der Autorin wiederum auch sehr schön. Ein Beispiel: "Gute Absichten sind nur Lügen, die die Schwachen sich selbst erzählen." Ja da mag sie Recht haben. Leider waren solch schöne Worte in meinen Augen zu selten.

Ein Wort vielleicht noch zu den Charakteren - beschränken wir uns mal auf Ismae und Duval, da sie die wichtigsten Rollen spielen. Ismae selbst fand ich eigentlich ganz nett, wenn sie mir auch zu sprunghaft, zu naiv vorkam. Sie kommt aus einer unterdrückten Jugend und erkennt sofort an, dass ihr Vater jemand anders ist. Und dann auch noch ein Gott des Todes. Hmm, so rebellisch wie sie manchmal ist, hat mich dieses sofortige Hinnehmen arg irritiert. Ansonsten aber ist sie eigentlich recht lustig und quirlig und hat ihren eigenen Kopf mit dem sie Duval manchmal doch arg zur Weißglut bringt. Duval selbst gefiel mir viel besser. Ein besonnener, charmanter Mann mit vielen tiefgründigen Geheimnissen. Der sein Herz nicht auf der  Zunge aber am rechten Fleck trägt. Es war nett von ihm zu lesen. Aber auch er wird nicht lange in meinem Gedächtnis bleiben.

Fazit:
Ich bin sicher, mit 200 Seiten weniger wäre das Buch wesentlich unterhaltsamer gewesen. Ein nettes Buch für zwischendurch, das sich aber nicht sonderlich tief ins Gedächtnis prägen wird. Da die Geschichte aber mal etwas ganz anderes ist, war es zumindest eine nette Abwechslung.

Meiner Wertung:


Kommentare:

  1. Hallöchen Fabella :)

    Ich habe mir jetzt mal nur dein Fazit durchgelesen, da Grave Mercy gerade in meiner Leselotte steckt. Hmmm, bisher bin ich ziemlich angetan, was vielleicht daran liegt, dass ich mit keiner großen Erwartung dieses Buch angegangen bin. Mal sehen, wie es sich entwickelt. Die Seitenzahl macht mir ein bissl Angst, besonders wenn du sagst, dass 200 Seiten weniger dem Buch ganz gut getan hätten.
    Na mal sehen!

    Liebe Sonntagsgrüße
    Anka

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  2. Also ich bin ja eine sehr neugierige Büchertante und lasse mich ja nicht so schnell abschrecken aber jetzt kommst du auch noch mit nur drei Herzchen für dieses Buch um die Ecke. Ich glaube das wandert erst einmal gaaaaaaanz weit nach unten auf meine Wuli ;)

    LG Jessi

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