Donnerstag, 20. September 2012

[Rezension] Manuela Martini - Wenn es dunkel wird


ARENA


ISBN: 9783401066080
357 Seiten - Taschenbuch - 12,99 Euro
Erschienen: Juli 2012
Altersempfehlung: 14-17 Jahre


ebook-Version: gibt es bei Arena leider nicht


Die Autorin:
Manuela Martini, 1963 in Mainz geboren, studierte Geschichte und Literaturwissenschaft in Mainz und München und arbeitete anschließend einige Zeit im Werbe- und Dokumentarfilmgeschäft. Nach mehreren Jahren in Australien lebt sie heute in Spanien und schreibt Krimis für Erwachsene und Jugendliche.




Inhalt:
Etwas ist geschehen. Etwas, was vier Jugendliche nicht mehr loslässt. Aus der einst erhofften sommerlichen Erholung an der französischen Mittelmeerküste wird ein Alptraum, aus dem sie scheinbar nicht mehr erwachen können. Doch sie sind sich einig. Wenn sie schweigen, kann nichts passieren. Keiner wird es erfahren. Oder doch? Gibt es keine Mitwisser? Oder ist es ihr Gewissen, das ihnen keine Ruhe mehr lässt?

Meine Meinung:
Puhhh das wird eine schwierige Situation. Denn mir gefiel dieses Buch nicht wirklich und ich möchte versuchen, das so ehrlich wie möglich zu erklären. Vorab vielleicht: Thriller sind nicht so mein bevorzugtes Genre, dennoch kann ich einem guten Thriller dann und wann viel abgewinnen. Leider fehlte mir hier ehrlich gesagt ein bisschen das, was für mich persönlich einen mitreissenden Thriller ausmacht: Die Spannung.

Fangen wir mal damit an, dass dieses Buch 357 Seiten hat. Und meiner Meinung nach geschieht die ersten 200 Seiten erstmal gar nicht viel. Wir erleben vier - mir absolut unsymphatische - Jugendliche. Sie wirken auf mich absolut unfähig, sinnvoll mit Zeit umzugehen. Sie wollen sich erholen und "chillen". Aber eigentlich saufen und kiffen sie stattdessen nonstop. Und streiten sich. Zwei Mädels im Zickenkrieg, zwei Typen in einem aussichtslosen Balz-Kampf um ein Weibchen, das sich eh zu fein für alles ist, beneidet von einem Mädel, das irgendwie nonstop jammert und mit hängender Zunge einem Typen, oder nein besser dem Äußeren eines Typen nachsabbert.

Sind Jugendliche heute wirklich so? Ich hoffe nicht. Jedenfalls schaffte es nicht eine einzige der Hauptpersonen, meine Symphatie zu erwecken. Sie gingen mir eher alle viel zu sehr auf die Nerven.

Der Schreibstil der Autorin .. hmm ist leicht, dennoch eindringlich. Eigentlich gefiel er mir gut, jedoch war er mir einen Tick zu sehr auf die Jugendlichen ausgelegt. Aber gut, da es ein Jugendbuch ist, würde ich hier keinen Vorwurf daraus machen.

Was ich eigentlich ganz interessant fand, war die Hintergrundgeschichte des ehemaligen Hausbesitzers, aber auch Mels Hang zu den Tarotkarten. Ich fand schon, dass wenigstens die Tarotkarten ein bisschen düstere Atmosphäre schafften. Was ich allerdings sehr schade fand, dass Mel die Bedeutungen kannte, aber ihr Licht dennoch ständig unter den Scheffel stellte. Dafür, dass in diesem Buch ständig jeder jeden zu übertrumpfen versucht, passte das nicht so richtig zusammen.

Das, was dann letztendlich passiert, worum es eigentlich ging, kam für mich dann eigentlich zu einem viel zu späten Zeitpunkt, denn die Geschichte bis dahin war mir zu lang ohne viel Inhalt. Dann jedoch überrumpelt einen die Handlung, auch wenn sie lang vorbereitet war. Aber gut, vielleicht muss es genau so und nicht anders sein, wer weiß. Aber auch was danach folgte, fand ich sehr abgedreht. Irgendwie hatte man das Gefühl, alles geschieht wie in einem Rausch, unter Drogen. Selbst wenn die Protagonisten mal nüchtern waren. Das Ende dann fand ich gut und passend und interessant.

Fazit:
Ich hatte wirklich Probleme, das Buch bis zum Ende zu lesen. Mir fehlte die Spannung, die Charaktere waren mir zu unsymphatisch und die Entwicklungen zu abgedreht. Insgesamt war es mir einfach viel zu unglaubwürdig.

Wertung: - eigentlich hätte ich 2,5 gegeben, da es das nicht gibt, habe ich auf 3 erhöht.



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