Donnerstag, 16. August 2012

[Rezension] Jens Hildebrand - Cyberstalker


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ISBN: 9781478209140
256 Seiten - Taschenbuch - 9,90 Euro
Erschienen: 10.07.2012
Altersempfehlung: ohne (mein Tipp: sobald die Kids das Internet nutzen, sind sie auch alt genug für dieses Buch!)

Kindle-Version: KLICK - 0,99 Euro

Der Autor:
Jens Hildebrand lebt mit seiner Familie und einem Hund, der so groß ist wie ein Gartenhaus, im Rheinland. Er arbeitet als Lehrer und unterstützt Kinder und Jugendliche durch Vorlesen, Schreib-Workshops, bei "Worldreader" und in der Krisenintervention in der Schule. Sein erster Jugendbuch-Erfolg ist die spannend-lustige "TEAM 002"-Reihe.






Mein herzlicher Dank geht an den Autor, der mir dieses ebook überließ!

Inhalt:
Lena liebt es, Ihre Zeit bei MyWorld zu verbringen. Eine Internetplattform, wo man Freunde treffen, chatten und vieles mehr kann. Und natürlich ist man viel angesagter, wenn man viele Freunde hat. Und so prüft sie Freundschaftsanfragen nur flüchtig. Und so nimmt sie auch Janus Freundschaftsanfrage an. Wie es scheint ist er ein Schüler der Oberstufe. Anfänglich fühlt sich Lena ziemlich gut, mit einem älteren Schüler zu chatten, der scheinbar auch noch toll aussieht. Doch als dann ein geplantes Treffen ins Wasser fällt, beginnt sich Janus zu verändern. Und Lena bekommt Angst. Wer ist Janus wirklich?

Meine Meinung:
Es ist nicht mein erstes Buch zu diesem Thema. Doch ich finde, es ist eigentlich sehr gut, wenn man immer mal wieder eine kleine Warnung bekommt, wie schnell sich eine vermeintliche Freundschaft im Internet wandeln kann. Das Internet ist in meinen Augen, gerade für etwas naive oder auch für junge Menschen ziemlich gefährlich. Sie können noch nicht so gut wie wir die Gefahren abschätzen, lassen sich leichter manipulieren. Ich würde jetzt nicht behaupten, mir könnte so etwas nicht passieren, ich denke jedoch, die Wahrscheinlichkeit ist geringer.

Bei Cyberstalker geht es eigentlich darum, wie leicht gerade die Jugendlichen getäuscht werden können. Anerkennung, dazugehören, beliebt sein spielt hierbei bestimmt eine große Rolle. Denn nicht umsonst nimmt Lena Janus als Freund an. War sie zuerst einen Moment skeptisch, sah sie dann dass er auch  mit anderen ihrer Schule befreundet war und schwupps bestätigte sie seine Anfrage und stellte anfangs auch nichts weiter in Frage. Zudem ist Lena auch noch sehr freizügig, was ihr Bild angeht und die Auskünfte zu ihrer Person .. dadurch nimmt das Unglück seinen Lauf.

Der Autor hat hier auf sehr eindringliche, sehr glaubhafte Weise den Verlauf einer anfangs so harmlos scheinenden Freundschaftsanfrage geschildert.  Das Buch wechselt im Verlauf immer mal von der normalen Erzählung zu richtigen Bildern, dei z.B. die Umgebung von MyWorld zeigen, als auch zu Chat-Verläufen. Diese Abwechslung machte das Buch fast zu einem Film. Mühelos konnte man sich in die Geschichte fallen lassen und wollte das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen. Ich gebe zu, selbst mir lief ab und an mal eine Gänsehaut über den Nacken bei der Vorstellung, wie leichtgläubig man doch manchmal ist.

Jens Hildebrand arbeitet sowohl als Lehrer als auch in der Krisenintervention in der Schule und hat dadurch täglich mit Jugendlichen und den Problemen des moderenen Zeitalters zu tun. Und ich finde, genau das merkt man im Buch auch. Es klingt nicht einfach wie ein Roman. Vielmehr hat man das Gefühl, es könnte genau so gelaufen sein.

Fazit:
Ein brandaktuelles Thema, das man nicht aus den Augen verlieren sollte. Ich finde, solche Bücher öffnen einem immer wieder ein Stück die Augen, wie gefährlich das Internet auch sein kann. Dabei ist es in packender Romanform geschrieben, ein echter Pageturner. Eine absolute Empfehlung!

Meine Wertung:



1 Kommentar:

  1. Liebe Fabella, eine sehr schöne Rezension!!! Ja...für Jugendliche ist das Internet immer noch eine Plattform, wo sich alle treffen. Die Gefahren, die dahinter lauern, erkennen sie leider erst viel zu spät! Meine Nichte (13 Jahre) würde sich gerne bei Facebook anmelden. Ich habe ihr davon abgeraten! :)
    LG Andrea

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