Donnerstag, 10. Mai 2012

[Rezension] Manuela Inusa - Scheißleben!



BOD
ISBN: 9783848205301
200 Seiten - Taschenbuch - 12,99 Euro
Erschienen: 16.04.2012
Altersempfehlung: keine - meine Empfehlung ab 14 Jahre
Kindle-Version: gibts leider nicht

Leseprobe: außer bei Amazon leider keine gefunden

Die Autorin:
Schaut Euch am besten ihre Homepage an: KLICK









Inhalt:
Stacey ist unglücklich. Sie findet sich zu dick, zu hässlich und zu schwarz. Ein Mischlingskind, dass bei einer Mutter aufwächst, die scheinbar nicht in der Lage ist, ihr Kind zu lieben. So ist Stacey mehr auf sich allein gestellt. Kurz vor ihrem Abschluss schmeisst sie die Schule und geht lieber jobben. Ihr großes Ziel ist, irgendwann ihren Vater zu finden, von dem sie allerdings nur Bruchstücke kennt. Doch dann findet sie Hinweise auf seine Identität und so wird aus einem bisher nur geträumten Vater Realität. Sie krempelt ihr Leben um und macht sich auf den Weg nach Atlanta, USA und hofft, dort wirklich ihren Vater zu finden. Doch kann man seine Vergangenheit so einfach hinter sich lassen, wie Stacey sich das wünscht? Anfangs schaut es fast so aus ...

Meine Meinung:
Hmmm, sehr schwierig. Ich bin ziemlich hin- und hergerissen und weiss nicht so richtig, was ich von dem Buch halten soll. Ich möchte Euch mal versuchen zu erklären, warum.

Die Geschichte, die in diesem Buch steckt, hat mir sehr sehr gut gefallen. Es ist eine Geschichte, wie sie sich in Deutschland wohl häufig abspielt. Zumindest der Beginn. Ungewollte, vernachlässigte Kinder. Ihr Leben besteht aus Frustration und Rebellion. Sie versuchen immer wieder ihren Weg zu finden und scheitern doch an - für uns scheinbar - Kleinigkeiten. So ein Mensch ist auch Stacey. Und ich muss ehrlich sagen, anfangs war sie mir absolut unsymphatisch. Und das liegt daran, dass die Autorin ihr die so typische heutige Teenagersprache verleiht. Bestimmt viel abgeschwächter, als es wirklich der Fall wäre, für mich aber schon so viel, dass es mir das Lesen immer wieder verleidet hat. Beispiele dafür sind ... spiel statt spiele, geb statt gebe, hab statt habe .. es werden immer wieder die Endungen der Wörter weggelassen. Als wäre Stacey einfach zu faul zu sprechen bzw. zu schreiben. Ich habe dann immer wieder versucht, darüber hinwegzusehen. Denn es passt eigentlich gut zu der Geschichte. Macht sie im ersten Moment autentischer. Allerdings spricht auf der anderen Seite dann wieder so vieles dafür, dass Stacey kein kleines dummes Mädchen ist. Denn sie weiß eine Menge für so ein junges Mädchen. Für mich traten diese beiden Sachen immer wieder in Konflikt.

Das ganze Buch ist in einer Art Tagebuch verfasst, was mir persönlich eigentlich recht gut gefiel. Es ist eine interessante Geschichte, sie wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Im Gegenteil, man möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht, wie es ausgeht. Nach einem doch sehr mutlosem Beginn ändert sich Staceys Leben dann und man hat das Gefühl, als würde hier ein Stück weit ein Märchen beginnen. Zu dem was vorher war und in der Knappheit, wie die Geschichte erzählt wird, war es schwer, diesen Fortgang so hinzunehmen, wie er einem präsentiert wurde. Aber gut, es ist ja eine Geschichte. Warum also nicht so eine Wendung. Es blieb ja auch nicht die letzte.

Ich hätte mir ein bisschen mehr Ausführlichkeit gewünscht. Mehr Beschreibungen von Menschen und Orten, mit mehr Details. Doch andersrum .. das würde wieder nicht zum Tagebuchstil dieses Buches passen. Dafür war es so, wie es war eigentlich genau richtig.

Ihr seht, die Punkte, die mich persönlich stören, sind eigentlich genau richtig für die Art der Geschichte, für den Stil des Buches. Und genau das macht es für mich sehr schwer, mich zu entscheiden, ob es mich nun begeistert hat oder nicht.

Bislang kannte ich nur eine Kurzgeschichte der Autorin und weiss, sie kann auch in einem ganz anderen Stil schreiben. Umsomehr muss ich eigentlich anerkennen, wie gut sie sich der Geschichte angepasst hat.

Fazit:
Eine bewegende Geschichte, die wohl sehr oft Realität ist. Ein Tagebuch eines Mädchens, dem man seine Aufmerksamkeit schenken sollte. Ein Buch, das einen nachdenklich zurückläßt. Ungewöhnlich - aber eine klare Kaufempfehlung.

Meine Wertung:




Kommentare:

  1. Liebe Fabella, dieses Buch, gepaart mit deiner Rezension, macht mich doch sehr neugierig!:) LG, Andrea

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  2. Inhaltlich klingt das Buch sehr interessant, deswegen habe ich es mal auf meine Wunschliste gepackt. Danke für die Vorstellung :)

    LG
    Jai

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  3. Hmm... Ich glaube es ist kein Buch, womit ich mich anfreunden könnte. ^^
    Dennoch, wie immer, gute, nachvollziehbare Rezension

    Liebe Grüße,
    Nalla

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  4. Ich kann dir nur zustimmen. Ich habe das Buch gestern gelesen und blieb zum Teil recht ratlos zurück, weil ich mich mit Stacey absolut nicht anfreunden kann. Manches konnte und wollte ich nicht verstehen.

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