Samstag, 14. April 2012

[Rezension] Nancy Salchow - Das Glück im Augenwinkel




Derzeit nur als ebook erhältlich!!

neobooks
ASIN: B007R8OQ6W
752 KB (laut Neobooks 114 Seiten)
Erschienen: 28.03.2012
Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin:
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Inhalt:
Ein Jahr ist es her, das Simon Emma verlor. Doch trotzdem scheint der Schmerz keinen Tag weniger zu werden. Inzwischen erwartet jeder von ihm, sein Leben wieder aufzunehmen. Keiner scheint seinen Schmerz zu verstehen. Wie denn auch. Und so zieht Simon zurück in die gemeinsame Wohnung. Und greift nach dem letzten Buch, das Emma vor ihrem Tod las. Und er beginnt, an seinem Verstand zu zweifeln. Denn auf der von Emma mit einem Lesezeichen marktierten Seiten, erscheint jeden Tag ein anderer Text, der mit dem Buch so gar nichts zu tun hat. Mehr und mehr läßt sich Simon auf diese Texte ein. Doch irgendwann reichen sie ihm nicht mehr und er möchte den Mensch dahinter kennen lernen. Doch wie soll er das unmögliche schaffen?

Meine Meinung:
Ein wirklich kurzes und dennoch unglaublich schönes Buch. Es hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und auch nicht losgelassen. Denn die Fantasie hinter der Idee fand ich wirklich toll. Es ist doch eine schöne Idee, wenn in einem Buch täglich ein neuer Text erscheint, der einen magisch anzieht, der einen tatsächlich ein Stück weit von seinem Schmerz ablenkt und man einfach wieder in der Lage ist, Neugier zu empfinden. Auf das, was hinter diesem Text ist. Auf die Person dahinter. Auf die Geschichte dahinter.
Wie kann man Schmerz verarbeiten, den man gar nicht verlieren möchte? Der einen ununterbrochen daran erinnert, was man verloren hat. Wenn man gar nicht möchte, daß das Verlorene verblasst? Ich konnte Simon sehr gut verstehen. Warum wird immer erwartet, daß alles ein Ende hat. Warum meinen andere zu wissen, wann es ein Ende haben sollte?

Mir gefiel sowohl die Idee, als auch der Verlauf des Buches. Das Ende ... gut es passte, aber ich hätte mir da noch etwas mehr gewünscht, etwas weitergehendes, so bleibt man doch ziemlich allein da stehen, mitten in der Geschichte. Obwohl es eigentlich auch ein Ende war. Es kommt immer darauf an, von wo man es betrachtet. Es könnte auch ein Anfang sein ...

Sehr gut gefiel mir auch hier wieder der Schreibstil der Autorin. Er ist leicht, ohne oberflächlich zu sein. Und er birgt doch immer wieder Tiefen. Das macht ihn glaube ich so abwechslungsreich. Ein Schreibstil, den man wirklich gerne liest. Er bringt einen zum Nachdenken, aber auch zum schmunzeln. Man sollte ihn einfach mal erlebt haben.

Ein Beispiel zum schmunzeln hab ich Euch mitgebracht: "Er war ein Fremder. Allerdings ein Fremder, dessen Augen sie faszinierten. Aber fasznierend waren Kaffeeflecken auch, auf gewisse Weise - und auf die konnte sie schließlich ebenso gut verzichten."

Fazit:
Ein wundervolles Buch mit einer traurigen Geschichte, ein bißchen ungeklärter Magie und einer guten Portion Hoffnung. Es hätte gern länger gehen können!

Meine Wertung:





Kommentare:

  1. Für dieses Buch habe ich mich schon bei LovelyBooks beworben. Vielleicht habe ich Glück, denn das klingt wirklich gut!

    Liebe Grüße
    LeseMaus

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  2. Es ist (soweit ich weiß) die erste Blog-Rezension zum "Glück im Augenwinkel". Vielen Dank, liebe Sandra, für deine Zeit, deinen Eindruck und diese schöne Rezension. Ich freue mich sehr.

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